Verbandsgemeinde Zell
Übergabe einer Drehleiter DLK 18-12 an die Feuerwehr Zell PDF Drucken E-Mail

Ansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
am 31. Oktober 2009 zur Einweihung des Drehleiterfahrzeugs der FFW Zell

 

Ich freue mich sehr, Sie heute Morgen zur offiziellen Indienststellung der neuen Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zell  begrüßen zu dürfen.

Mein besonderer Gruß gilt Ihnen, Herr Staatssekretär Roger Lewentz aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern und für Sport. Herzlich Willkommen in unserer Verbandsgemeinde – und dies vorweg – auch herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes durch die Landesregierung. Ich freue mich auch über die Anwesenheit unserer beiden Landtagsabgeordneten, Frau Heike Raab und Frau Anke Beilstein, die sich beide heute Morgen von einem wichtigen Schritt zur Verbesserung der Einsatzstärke unserer Feuerwehr und gleichzeitig von einer sinnvollen Verwendung der Landesmittel überzeugen können.

Nicht minder herzlich begrüße ich auch Herrn Landrat Manfred Schnur und möchte es nicht versäumen, auch dem Landkreis Cochem-Zell für die finanzielle Beteiligung an diesem Fahrzeug zu danken.

Ich freue mich, dass die Herren Beigeordneten Lothar Schneider (gleichzeitig auch für die Polizeiinspektion Zell) und Martin Reis sowie Frau Mechthild Esser anwesend sind; daneben begrüße ich aber auch deren Vorgänger im Amt Alois Hansen, Horst Scheid und Jakob Bertgen. Begrüßen möchte ich natürlich auch die Damen und Herren Mitglieder des Verbandsgemeinderates und zwar sowohl die seit der Kommunalwahl im Sommer amtierenden Ratsmitglieder als auch diejenigen, welche bei der Kommunalwahl im Sommer ausgeschieden sind, aber in der vorangegangenen Wahlperiode die Beschlüsse zur Beschaffung dieser Drehleiter mit gefasst und die notwendigen Gelder bewilligt haben. Stellvertretend für Sie Alle und auch für die Mitglieder unseres Brandschutzausschusses möchte ich die anwesenden Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen, die Herren Karl-Otto Gippert von der CDU und Walter Justen von der SPD,erwähnen. Herzlich Willkommen.
 
Es ist uns auch ein wichtiges Anliegen, dieses neue Fahrzeug mit dem kirchlichen Segen zu versehen und ich freue mich daher auch, Herrn Pfarrer Diederichs von der Katholischen und Herrn Pfarrer Werner von der evangelischen Kirche hier begrüßen zu können.
 
Herzlich willkommen heiße ich natürlich auch die Dame und Herren Ortsbürgermeister aus unserer VG, an ihrer Spitze Herrn Stadtbürgermeister Hans Schwarz und ebenso herzlich willkommen auch sein Vorgänger im Amt, Jürgen Bamberg.
 
Was wäre dieser Feier jedoch ohne diejenigen, welche dieses Fahrzeug heute auch offiziell übernehmen und damit tagtäglich für unsere Sicherheit einstehen. Für die große Feuerwehr-Familie begrüße ich Herrn  Kreisfeuerwehrinspekteur Hans-Werner Thomas, den Wehrleiter unserer Verbandsgemeinde, Herrn Markus Morsch; mit ihm die Kollegen Wehrleiter aus dem Landkreis Cochem-Zell sowie auch aus den benachbarten Verbandsgemeinden im Landkreis Bernkastel-Wittlich, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Cochem-Zell, Herrn Karl Heinz Beuren, die Wehrführer der Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Zell sowie weiterer befreundeter Nachbarwehren und mit ihnen begrüße ich natürlich alle anwesenden Feuerwehrkameraden. Viele von Ihnen werden heute für 25- oder gar 35-jährige aktive pflichttreue Dienste in der Feuerwehr und damit für einen Beispiel gebenden Einsatz für die Allgemeinheit geehrt werden und ich denke, dies ist ein schöner Anlass dafür heute.

Zu einem solchen Fest wie heute gehören natürlich auch die befreundeten Hilfsorganisationen und ich begrüße daher neben der Polizei auch die Vertreter des Technischen Hilfswerkes sowie desr Bundeswehr. Als letztes, jedoch nicht minder herzlich, begrüße ich natürlich die Vertreter der Presse und freue mich auf eine positive Berichterstattung über das heutige Ereignis. 
 
Der heutige Tag, an dem wir die neue Drehleiter auch offiziell in Dienst stellen, ist für die Feuerwehr Zell, ja ich denke, für die ganze Feuerwehr in unserer Verbandsgemeinde, ein ganz besonderer Tag.Das Drehleiterfahrzeug - erstmalig ist nun ein solches Fahrzeug in unserer Verbandsgemeinde stationiert - optimiert mit seinen Einsatzmöglichkeiten die Sicherheit in unseren Gemeinden und erleichtert unseren Feuerwehrleuten ihre so überaus wichtige Arbeit.
 
Das Fahrzeug ist wichtig für die Menschenrettung und ist wichtig für die Brandbekämpfung. Im Einsatzfall kommt es auf jede Minute, manchmal gar auf jede Sekunde, an. Unsere Feuerwehr hat ein hohes Ausbildungsniveau und trainiert regelmäßig, Menschenleben zu retten und Brände zu bekämpfen. Um dies zu ermöglichen muss aber auch das nötige technische Equipment vorhanden sein.
 
Und wie die Entwicklung von Bausubstanz in unseren Gemeinden in den letzten 40 Jahren sehr deutlich vorangeschritten ist, muss auch die technische Ausstattung der Feuerwehr mit dieser Entwicklung Schritt halten. Mit der aus dem Beginn der 60er Jahre stammenden Anhängeleiter der Feuerwehr Zell ist die notwendige Balance zwischen baulicher Entwicklung und Ausstattung der Feuerwehr im Laufe der Zeit verloren gegangen.I
 
m Einsatzfall wurde – und das zuletzt aufgrund des Einsatzgeschehens immer öfter - eine Drehleiter aus den benachbarten Verbandsgemeinden angefordert. Die gutnachbarschaftliche Hilfe ist von dort immer wieder sehr gerne geleistet worden, das möchte ich betonen, herzlichen Dank heute dafür den anwesenden Vertretern der dortigen Feuerwehren für diese Unterstützung.
 
Aber verbunden mit der weiten Anfahrt waren dann immer wieder zeitliche Verzögerungen beim Einsatz. Und wenn man am Brandherd steht, jeder Feuerwehrmann kennt dies, verrinnt die Zeit unendlich schnell. Da werden Sekunden zu Minuten, aus 5 Minuten wird schnell eine gefühlte Stunde!
 
Die Beschaffung eines Hubrettungsfahrzeuges wurde daher seit Jahren intensiv diskutiert. Nach erfolgreichen Sondierungsgesprächen mit der Kreisverwaltung Cochem-Zell zur Anerkennung der überörtlichen Bedeutung einer Drehleiter in Zell habe ich im November 2004 den Gremien der Verbandsgemeinde die Beschaffung einer DLK 18-12 vorgeschlagen. Fast auf den Tag vor 5 Jahren, am 18.11.2004, schloss sich der Brandschutzausschuss diesem Vorschlag an und zu Beginn des Jahres 2005 auch der Verbandsgemeinderat.Noch im gleichen Jahr wurde auch vom Innenministerium der Bedarf anerkannt und eine Landesförderung in Aussicht gestellt.
 
Ende 2007 bewilligte das Land Rheinland-Pfalz dann eine Förderung in Höhe von 135 T€ , Anfang 2008 der Landkreis Cochem-Zell eine Kreiszuwendung über 110.000 € . Im Sommer 2008 erfolgte die europaweite Ausschreibung und am 12.09.2008 wurde der Auftrag an die Firma Metz Aerials in Karlsruhe, erteilt. Nach Abnahme des fertig gestellten Fahrzeugs durch die Landesfeuerwehrschule am 30.06.2009 wurde das Fahrzeug am 06. Juli 2009 an die Feuerwehr übergeben. Das Drehleiterfahrzeug auf der Basis eines Mercedes-Benz Artego mit einem Aufbau Metz L 27 kostet die stolze Summe von 448.576,45 €.
 
Es handelt sich dabei um die größte Einzel-Investition der Verbandsgemeinde Zell im Feuerwehrbereich seit Übernahme der Aufgabe Brandschutz am 01. Januar 1975. Nach Abzug der Landes- und Kreiszuwendung verbleibt ein von der Verbandsgemeinde zu tragender Eigenanteil von 203.576,45 €.
 
Heute können wir dieses hochtechnische moderne und auf die heutigen Anforderungen ausgerichtete neue Fahrzeug auch offiziell seiner Bestimmung übergeben.
 
Ich möchte die Gelegenheit daher auch nutzen, all denen Dank zu sagen, die dies ermöglicht und damit die Arbeitsbedingungen unserer Feuerwehr verbessert und damit gleichzeitig eine Sicherheitslücke geschlossen haben.Mein Dank gilt zuerst natürlich dem Land Rheinland-Pfalz – vertreten durch Sie, Herr Staatssekretär Lewentz - für die großzügige finanzielle Unterstützung.Nicht minder  beachtlich ist aber auch das finanzielle Engagement des Landkreises Cochem-Zell. Auch Ihnen, Herr Landrat Schnur, und den Kreisgremien, herzlichen Dank.
 
Danken möchte ich jedoch auch den Gremien der Verbandsgemeinde Zell für Ihre wohlwollende – und auch einstimmige - Unterstützung des Projektes und die Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel.
 
Ein solches Fahrzeug kauft man jedoch nicht von der Stange, das muss auf die örtliche Situation, unsere eigenen Bedürfnisse, auf die engen Ortskerne hier an der Mosel und viele andere Anforderungen zugeschnitten sein. Ja letztlich musste es auch zentimetergenau auf die Torhöhe im Gerätehaus abgestellt werden. Der Spielraum ist keine Handbreit.
 
Ein Team aus Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, unterstützt durch meinen Mitarbeiter, hat sich intensiv sachkundig gemacht und ein Anforderungsprofil für das neue Fahrzeug erarbeitet. Deshalb ist es angebracht, auch denen ein Wort des Dankes auszusprechen, welche diese Arbeit geleistet haben. Erwähnen möchte ich dabei insbesondere Herrn Wehrleiter Markus Morsch, Herrn Wehrführer Christoph Hallebach, seinem Stellvertreter Karl Heinz Beuren, dem Gruppenführer Anton Binz und dem Gruppenführer der FEZ Walter Simon und natürlich auch meinem Mitarbeiter Markus Grünewald. Sie haben – das muss einmal gesagt werden - hier erstklassige Arbeit geleistet.
 
Das Leben, die Gesundheit und den Besitz ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen gehört zu den vornehmsten Aufgaben jeder Kommune. Bei dieser Aufgabe spielen jedoch insbesondere auch Menschen, die Feuerwehrfrauen und –männer eine zentrale, ja eine unverzichtbare Rolle. Zu Ihrer Arbeit gehört Einsatzbereitschaft, ein hohes Fachwissen, oftmals Nervenstärke und Mut sowie ganz ganz viel Zeit.
 
Deshalb nutze ich die heutige Stunde auch, Ihnen, liebe Feuerwehrkameraden, für Ihren Einsatz ganz herzlich zu danken. Wir alle in den Gremien der Verbandsgemeinde Zell  wissen, was wir an unseren Feuerwehren haben und wir stehen  hinter unserer Feuerwehr, damit Sie Ihre Arbeit für die Menschen erfüllen können.
 
Das neue Fahrzeug setzt hier ein weiteres Zeichen der Unterstützung. Deshalb freue ich mich, es gleich seiner Bestimmung übergeben zu dürfen, und wünsche noch viele erfolgreiche Einsätze und stets eine gesunde Rückkehr von der Einsatzstelle.Den Wunsch, dass das neue Fahrzeug hoffentlich nie benutzt werden muss, erspare ich mir an dieser Stelle. Seine Feuertaufe hat es nämlich bereits bestanden.

In diesem Sinne Allzeit Gute Fahrt!

 

 
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