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Grußwort zum Jubiläum 60 Jahre VDK Ortsverband Briedel
am 05.12.2009
Ich freue mich, Ihnen heute zum 60-jährigen Bestehen des VDK Briedel gratulieren und Ihnen meine Anerkennung für Ihr erfolgreiches Wirken aussprechen zu können und möchte mich ganz herzlich für die Einladung zur heutigen Jubiläumsfeier bedanken.
Der VDK hat sich der Menschen angenommen, die keine Lobby haben, die Hilfe brauchen, aber auch Mut und Kraft brauchen, ihre Ansprüche geltend zu machen, und er zeichnet sich aus und durch solidarisches Handeln. Er schafft auch den Spagat, für Jung und Alt, für Gesunde und Behinderte ein wichtiges Bindeglied in dieser Gesellschaft zu sein.
Das ist heute genauso gefragt wie damals, als 1949 der OV Briedel gegründet wurde. Seit damals haben viele Bürgerinnen und Bürger von Briedel Ihre Angebote genutzt; seitdem sind nicht wenige bei Ihnen Mitglied geworden. Seitdem überzeugt der VDK mit Kompetenz in allen sozialen Fragen und überzeugt mit mitmenschlichem Engagement.
Der VdK entstand als frühe Selbsthilfegruppe, seine Entwicklung ging von der Basis aus. Kriegsopfer hatten sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zusammengeschlossen, um ihre Interessen wahrzunehmen.Angesichts der Millionen verwundeter Soldaten und angesichts der Millionen Gefallener, die Frauen und Kinder allein zurückgelassen hatten, bestand großer Handlungsbedarf. Einen Verband wie den VDK zu gründen war ein Gebot der Stunde. Etwa 90 Prozent der ersten Mitglieder waren Kriegsopfer. Wir können es uns kaum noch vorstellen, aber 1949 waren die Folgen des Kriegs überall spür- und sichtbar.
Die Bundesrepublik Deutschland war gerade erst gegründet worden und unternahm ihre ersten Schritte im Aufbau von Demokratie und der Entwicklung unseres Sozialstaats. Als einer der Verbände der ersten Stunde hat der VdK diese Entwicklung begleitet. Er hat manches kritisiert, aber auch wichtige Gesetzesvorhaben initiiert oder auf ihre konkrete Ausgestaltung Einfluss genommen. Er hat mit dazu beigetragen, die Bedeutung von Sozialpolitik ins richtige Licht zu rücken.
Der VdK hat sich eingemischt – und tut es bis heute –, von einer parteipolitisch und konfessionell unabhängigen Warte aus.In den 60 Jahren seines Bestehens war der VdK stets wach für neue soziale Belange, er trat auf den Plan, wann immer Menschen Fürsprecher brauchten.
Der Personenkreis ihrer Mitglieder hat sich in den 60 Jahren gewandelt und erweitert, geblieben ist die Aufgabe: Als moderner Dienstleister kümmert sich der VDK um die Menschen, setzt sich für die berufliche und gesellschaftliche Eingliederung sowie die soziale Absicherung seiner Mitglieder ein.Wer demgegenüber glaubt, dass im 21. Jahrhundert ein Sozialverband wie der VdK veraltert oder gar überflüssig wird, der hat sich noch nicht mit den vielen Aufgaben auseinandersetzt, die der VdK angeht. Es geht darum, Menschen zu beraten, zu ermutigen und zu beflügeln.
Soziale Gerechtigkeit, wie sie der VdK stets eingefordert hat, ist nicht nur eine Floskel für Sonntagsreden, soziale Gerechtigkeit steht vielmehr für den Zusammenhalt einer Gesellschaft.Für soziale Gerechtigkeit einzutreten ist immer konkret. Es bedeutet, sich für Menschen einzusetzen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung, hohem Alter oder geringem Einkommen nicht in der Lage sind, selbst ihre Interessen zu vertreten. Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn diese Menschen nicht allein gelassen werden, wenn es vielmehr andere beziehungsweise Organisationen gibt, die für sie sprechen und etwas für die Verbesserung ihrer Lage tun.
Dafür steht der VDK. Dafür sage ich herzlichen Dank und verbinde dies mit der Bitte, auch in Zukunft Ihre Arbeit genauso engagiert und kompetent wie bisher fortführen. Ich sage nochmals „Danke“, darf ein kleines Präsent überreichen und wünsche Ihnen eine schöne Jubiläumsfeier und Weihnachtsfeier sowie eine besinnliche Adventszeit und Weihnachtszeit.
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