Verbandsgemeinde Zell
Indienststellung neues Tragkraftspritzenfahrzeug Feuerwehr Pünderich PDF Drucken E-Mail
Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
anlässlich der Einweihung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges in Pünderich am 12.12.2009

Ich freue mich sehr, Sie zur offiziellen Übergabe und Einsegnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges  für die FF Pünderich begrüßen zu dürfen. Aus der Politik begrüße ich als Ehrengast Frau Abgeordnete Heike Raab, die sich hier davon überzeugen  kann, dass die Landesgelder gut angelegt sind. Ich freue mich auch über die Anwesenheit von Herrn Landrat Manfred Schnur, der im Anschluss auch noch einen verdienten Kameraden der Pündericher Wehr mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen auszeichnen wird.

Besonders willkommen heiße ich auch für den Verbandsgemeinderat die Beigeordneten Lothar Schneider (gleichzeitig auch als Vertreter der Polizeiinspektion Zell) und Martin Reis sowie dessen Vorgänger im Amt, Herrn Jakob Bertgen und die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen, namentlich die Herren Karl-Otto Gippert für die CDU und Walter Justen für die SPD.

Die Mitglieder des Brandschutzausschusses der Verbandsgemeinde sind uns ebenso herzlich willkommen wie die Vertreter der Gemeinde Pünderich, die Herren Beigeordneten Felix Schnitzius und Siegfried Busch. Herr Ortsbürgermeister Lay ist leider verhindert – wir kennen alle den Termindruck, der bei den Winzern in den Wochen vor Weihnachten herrscht.

Für die große Feuerwehrfamilie unserer Verbandsgemeinde begrüße ich deren Repräsentanten, unseren Wehrleiter Herrn Markus Morsch, gleichzeitig in Vertretung für den erkrankten Kreisfeuerwehrinspekteur Hans-Werner Thomas und auch den stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) und Wehrführer der Stützpunktfeuerwehr Zell, Herrn Christoph Hallebach.

Ganz besonders freuen wir uns auch, dass Herr Kreisfeuerwehrinspektor a. D. Peter Gerhartz sowie unser langjährigen Wehrleiter Fritz Day heute hier mit dabei sind.Sie zeigen mit Ihrer Anwesenheit einmal mehr ihre auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gebliebene Verbundenheit mit unseren Wehren

Ich begrüße auch Herrn Pfarrer Huber, der sich dankenswerter Weise bereit erklärt hat, das Feuerwehrfahrzeug nachher zu segnen.

Herzlich begrüße ich auch alle anderen anwesenden aktiven Feuerwehrkameraden, insbesondere natürlich die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Pünderich mit ihrem Wehrführer Ralf Kühn und seinem Stellvertreter Jürgen Zimmer an der Spitze. Wenn es Sie nicht gäbe, wäre dieses Fahrzeug überflüssig, weil ein Fahrzeug ohne Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen Menschen zu helfen, sinnlos wäre.

Herzlich willkommen auch den Feuerwehrkameraden aus Püttlingen, zu denen seit Jahrzehnten eine intensive kameradschaftliche Beziehung besteht. Last but not least gilt mein Gruß den Vertretern unserer Presse.

Der heutige Tag ist für die Freiwillige Feuerwehr Pünderich und ihre aktiven Mitglieder sicherlich ein wichtiger, schöner und lang ersehnter Tag. Mit dem erst vor einigen Jahren errichten neuen Gerätehaus und jetzt dem neuen Einsatzfahrzeug sind die Grundlagen für die weitere Sicherstellung des Brandschutzes in Pünderich gelegt.
   
Das bis dato eingesetzte Fahrzeug – sie sehen es neben dem neuen TSF war seit genau 30 Jahren im Einsatz. An die Übergabe 1979 erinnere ich mich selbst noch sehr gut. Im August 1979, ich war als junger Mitarbeiter der VGV Zell seit wenigen Tagen bei der Ortspolizeibehörde tätig und dort dann auch für Feuerwehren zuständig, fand die Übergabe des allerersten Feuerwehrfahrzeuges an die FF Pünderich statt. Bis dahin gab es hier im Ort nur zwei TS-Anhänger, welche im Bedarfsfall von Traktoren gezogen wurden.

Es war ein Sonntag, es war am Festplatz an der Mosel, strahlender Sonnenschein, die Wehr unter dem damaligen Wehrführer Paul Reitz vollzählig angetreten, ein schönes Fest und am Sonntag Abend dann der erste Einsatz, ein richtig heftiges Unwetter, strömender Regen, die Kanaldeckel flogen, weil sie die Wassermassen nicht packten und Keller liefen voll. So hatte das Fahrzeug direkt seine erste Bewährungsprobe und untermauerte seine Daseinsberechtigung!

Das wollen wir für heute Abend natürlich nicht hoffen aber wir sind gerüstet und es macht deutlich, wie wichtig und wie notwendig unsere Feuerwehr und deren die passende Ausstattung ist.
 
Rund 185 Einsätze der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Zell in diesem Jahr – etwas weniger als in den Vorjahren - unterstreichen dies ebenfalls sehr deutlich. In Pünderich selbst war es in diesem Jahr nur ein Einsatz. Hoffen wir, dass es für 2009 auch dabei bleibt.

Wenn wir neues Gerät in Dienst stellen, und dann noch wenige Tage vor Ende eines Jahres, dann ist dies sicherlich auch die richtige Gelegenheit, mich namens unserer Bevölkerung herzlich bei allen Feuerwehrleuten bedanken. Bei den Frauen und Männern, durch deren unermüdliches Engagement die Sicherheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger hier in Pünderich, aber auch darüber hinaus, mit gewährleistet ist.

In der heutigen Zeit, in der das ehrenamtliche Engagement und die Hilfsbereitschaft für den Nächsten nicht mehr so selbstverständlich ist, ist der Feuerwehrdienst eine große Herausforderung. Wer bei der Feuerwehr mitmacht, von dem wird Zuverlässigkeit, Disziplin und technisches Know-How erwartet, eine Portion Mut sollte er auch mitbringen und viel freie Zeit - nämlich die, die ansonsten der Familie zugute käme.

Damit unsere engagierten Feuerwehrleute ihre Arbeit tun können, müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört das moderne technische Equipment.  Beides ist ausschlaggebend für eine schnelle und eine effektive Hilfeleistung. Moderne Feuerwehrtechnik ist sehr kostspielig und stellt die Kommunen gerade in heutigen Zeiten vor schwierige Aufgaben, denen wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten jedoch gerne stellen.

So auch hier in Pünderich. Ende 2006 wurde durch den Verbandsgemeinderat die Ersatzbeschaffung genehmigt und der Zuwendungsantrag beim Land gestellt. Mit einer Bewilligung der Landeszuwendung rechnen wir erst für das Jahr 2010.

Beschleunigt wurde die Beschaffung, als im Herbst 2008 an dem auf dem Barl stationierten LF 8 erhebliche Mängel festgestellt, welche nur provisorisch behoben werden konnten. Eine grundlegende Instandsetzung dieses Fahrzeuges wäre wirtschaftlich nicht mehr vertretbar; eine Ersatzbeschaffung in dieser Größenordnung allerdings auch kurzfristig nicht realisierbar.Deshalb wurde die vorgesehene Ersatzbeschaffung des TSF Pünderich vorgezogen, um notfalls einen evtl. Ausfall des LF 8 auf dem Barl vorübergehend überbrücken zu können.

Die Bestellung konnte somit im Februar 2009 bei der Fa. ADIK Fahrzeugbau   erfolgen. Die Auslieferung des neuen Fahrzeuges an die Feuerwehr erfolgte Ende Oktober 2009. Es kostete rd. 36.200 €; die Feuerwehr Pünderich hat darüber hinaus auf eigene Kosten (rd. 2.700 €) noch Zusatzausstattungen – insbesondere einen Lichtmast – anbauen lassen. Zu den Beschaffungskosten wird eine Festbetragszuwendung des Landes in Höhe von 18.000 € erwartet.

Das alte TSF musste zwar noch nicht – wie befürchtet – auf dem Barl anstelle des LF 8 eingesetzt werden; dafür hat es zuletzt eine mehrere Tage dauernde Instandsetzung des TSF der Feuerwehr Grenderich überbrückt und wurde deshalb in Grenderich eingesetzt.

Ich wünsche mir zum Abschluss, dass dieses neue Fahrzeug, wenn es mit seiner Besatzung im Einsatzfall unterwegs ist, den Menschen in Not schnelle und gute Hilfe bringt und die Feuerwehrleute schnell zur Einsatzstelle und gesund wieder nach Hause bringt,

Deshalb ist es für uns auch ein wichtiges Anliegen, dieses Feuerwehrfahrzeug anlässlich seiner offiziellen In-Dienst-Stellung segnen zu lassen.

In diesem Sinne wünsche ich der Feuerwehr Pünderich mit diesem Fahrzeug für die Zukunft alles Gute und darf das Fahrzeug jetzt mit dem Schlüssel auch offiziell der Wehr übergeben.

Nun möchte ich das Wort an Herrn Pfarrer Huber weitergeben, der die Einsegnung des Tragkraftspritzenfahrzeugs vornimmt.
 
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