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Ansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
zu Einweihung Regionale Schule Blankenrath
am 20. November 2003
Mit dem heutigen Tage geht ein langgehegter Wunsch für die Verbandsgemeinde Zell und die Schule Blankenrath Erfüllung und gleichzeitig wird auch eines der größten Bauprojekte unserer Verbandsgemeinde für die vergangenen Jahre abgeschlossen.
Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus folgt der organisatorischen Errichtung der Regionalen Schule Blankenrath im Jahre 2001 jetzt auch die Bereitstellung der räumlichen Voraussetzungen. Heute können wir der Regionalen Schule endlich die für diese Schulart notwendigen Fach- und Klassenräume zur Verfügung stellen und nach rund einjähriger Bauzeit heute offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Zu diesem festlichen Anlass darf ich Sie ganz herzlich im Namen der Verbandsgemeinde Zell hier in Blankenrath willkommen heißen.
Mein ganz besonderer Gruß gilt Ihnen, Herr Staatssekretär Professor Dr. Hofmann-Göttig vom Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz. Herzlichen Dank, dass Sie hier nach Blankenrath gekommen sind und sich bereit erklärt haben, heute die Festansprache zu halten.
Ebenso gilt ein herzlicher Willkommensgruß den Damen und Herren Abgeordneten unserer Region, welche unsere Interessen in Mainz und Berlin vertreten. Ich begrüße in unserer Mitte Frau Bundestagsabgeordnete Marita Sehn und Herrn Bundestagsabgeordneten Peter Bleser sowie Frau Landtagsabgeordnete Heike Raab. Herr Landtagsabgeordneter Herbert Jullien, welcher auch in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat sehr gerne an der Einweihungsfeier teilgenommen hätte, lässt sich aufgrund eines zeitgleich stattfindenden Haushaltsgespräches mit Herrn Ministerpräsident Beck entschuldigen.
Besonders begrüßen möchte ich auch Herrn Landrat Eckhard Huwer. Mein herzlicher Dank gilt Ihnen und den Kreisorganen für die Unterstützung dieses Projektes durch eine nicht unerhebliche finanzielle Zuwendung.
Ein herzliches Willkommen gilt aber auch den Herren Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden sowie allen Mitgliedern des Verbandsgemeinderates und des Schulträgerausschusses unserer Verbandsgemeinde. Ihnen gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank für die Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel für dieses Schulgebäude.
Ebenso willkommen sind uns natürlich auch Herr Pater Maier und Herr Katechet Müller-Schulte, welche nachher gemeinsam die Einsegnung vornehmen werden.
Ein ganz besonderer Gruß gilt natürlich – wie könnte es an dieser Stelle anders sein - den Angehörigen des Lehrerkollegiums dieser Schule mit Herrn Rektor Huwer an der Spitze genauso wie den zahlreichen Schülerinnen und Schülern, namentlich erwähnen möchte ich als deren Vertreterin die Schülersprecherin Frau Sophie Schön, dem Schulelternsprecher Herrn Michael Zimmer der Vorsitzenden des Fördervereines, Frau Anneliese Binz, sowie als immer wieder gern gesehenen Gast an seiner alten Wirkungsstätte, Herrn Rektor a.D. Werner Geisen. Seien Sie uns alle herzlich willkommen.
In diesem Zusammenhang begrüße ich sehr gerne unseren Schulrat, Herr Schölzel von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und mit ihm zusammen die Schulleiter der Schulen in der Verbandsgemeinde Zell.
Willkommen sind uns auch die Herren Ortsbürgermeister aus dem Einzugsbereich der Schule, die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie natürlich auch – nicht zu vergessen - den planenden und bauleitenden Architekten Herrn Rumpenhorst mit seinen Mitarbeitern sowie ebenfalls die an diesem Projekt beteiligten Fachingenieure.
Last – but not least – gilt mein Gruß den Vertretern der Rhein-Zeitung sowie des Wochenspiegels. Herzlichen Dank, dass Sie gekommen sind, um über dieses wichtige Ereignis zu berichten.
Die Einweihung eines neuen Gebäudes ist immer ein Zeichen von Aufbruchstimmung und Optimismus. Sie ist ein deutliches Signal dafür, dass wir an die Sache glauben, der wir ein neues Haus errichtet haben. Gerade das
Bildungswesen braucht solche Zuversicht wie auch breite Zustimmung, legt es doch den Grundstein für die Zukunft.
Bildung ist hierzulande erneut ins Zentrum des Interesses gerückt. Denn nach dem nicht so rühmlichen Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Studie weht ein neuer Wind und wird wieder an neuen Bildungsplänen gearbeitet. Dass es keine bessere Investition als in die Bildung gibt, ich denke, davon sind wir alle überzeugt. Bildung gehört zu den kostbarsten Gütern, die wir, die erwachsene Generation, unseren Kindern und Enkeln mitgeben können.
Und Schule ist wohl die wichtigste Station, die Kinder und Jugendliche in ihrem jungen Leben durchlaufen. Schule macht einen großen Teil ihres Alltags aus und prägt sie auf vielfältige Weise.
Die wachsenden Schülerzahlen in den letzten Jahren und die Umstrukturierung zur Regionalen Schule hatten dringend die Erweiterung des Schulgebäudes notwendig gemacht. Der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, heute hier vertreten durch Sie, Herr Professor Dr. Hofmann-Göttig, gilt daher nochmals mein herzlicher Dank für die Entscheidung, hier an diesem Ort eine Regionale Schule einzurichten und damit den Schulstandort Blankenrath wesentlich aufzuwerten.
Auf der Grundlage dieser Entscheidung ergab sich dann aber gleichzeitig auch die Notwendigkeit, die Schule um Fachräume zu erweitern. Die Entscheidungsträger der Verbandsgemeinde Zell haben mit ihrem damaligen Beschluss, dies so vorzunehmen, wie wir es heute hier vorfinden, eine sehr gute Entscheidung getroffen und auch Ihnen gilt ihnen heute mein Dank. Gerade in der aktuellen Finanzsituation der Kommunen unterstreicht diese Entscheidung den hohen Stellenwert, den die Ausbildung unserer Kinder in der Verbandsgemeinde Zell besitzt.
Dieser Stellenwert des Bildungsauftrages in unserer Verbandsgemeinde wird aber auch sehr deutlich daran, wenn man die Investitionen der Verbandsgemeinde im Schulsektor im 5-Jahres-Zeitraum 1999 bis 2003 betrachtet.
Insgesamt wurden vom Verbandsgemeinderat in diesem Zeitraum rund 6.960.000 € für Ausbau, Erweiterung und Ausstattung unsere Schulen bereitgestellt. Keiner anderen Aufgabe hat die Verbandsgemeinde Zell (Mosel) in dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Selbst nach Abzug der Zuwendungen des Landes Rheinland-Pfalz sowie des Landkreises Cochem-Zell blieb für die Verbandsgemeinde ein erheblicher Eigenanteil zu finanzieren übrig. Die räumliche Situation unserer Schulen sowie deren Ausstattung ist damit sicher heute in einem vorbildlichen Zustand.
Die Errichtung der Regionalen Schule hier in Blankenrath sowie in diesem Jahr der Ganztagsschule in Zell haben darüber hinaus das schulische Angebot erheblich verbessert. Um dieses Angebot abzurunden ist ein weiteres Ziel die Schaffung einer Abiturmöglichkeit in Zell. Wir kennen die Probleme, welche damit behaftet sind; verbinden mit der Einführung der Berufsoberschule in Rheinland-Pfalz jedoch auch die Hoffnung, in dieser Frage einen Schritt nach vorn machen zu können. Gestatten Sie mir, sehr geehrter Herr Staatssekretär, Ihnen dieses Anliegen verbunden mit der Bitte um wohlwollende Unterstützung heute auch mit auf den Weg zu geben.
Gleich nach dem erwähnten Ratsbeschluss ging es sehr zügig an die Umsetzung des Bauprojektes. Bereits während der Abstimmungsgespräche wurde der vorzeitige Baubeginn seitens der ADD und Kreisverwaltung bewilligt. Der förmliche Antrag zu Umbau und Erweiterung der Schule konnte dann am 02.10.2002 gestellt werden. Der Baubeginn erfolgte dann am 14. Oktober 2002. Und heute, nach vergleichsweise kurzer Bauzeit, präsentiert sich der Umbau erstmals der Öffentlichkeit.
Auf der Grundlage der bestehenden Raumsituation wurde in enger Zusammenarbeit mit der ADD sowie der Schule selbst ein Raumkonzept ausgearbeitet. Im Erdgeschoss entstanden 3 naturwissenschaftliche Räume, mit je 3 Räumen für die Vorbereitung und Sammlung von Geräten. Außerdem 1 Lehrmittelraum, sowie 2 allgemeine Unterrichtsräume und 1 Kursraum.
Im Obergeschoss befinden sich 5 neue allgemeine Unterrichtsräume, 1 Raum für textiles Gestalten mit 1 Nebenraum, 1 Kurs- bzw. weiterer Klassenraum, 1 Raum für Putzmittel und 2 WC-Einheiten. Auch im Altbau wurden einige Umbauarbeiten
durchgeführt, durch die eine bessere Raumstruktur erreicht wird. Die WC-Anlage im Pausenbereich wurde ebenfalls komplett saniert.
Ich danke allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben und eine rasche Durchführung ermöglichten. In diesem Zusammenhang gilt heute anlässlich der Einweihung mein besonderer Dank der Landesregierung Rheinland-Pfalz für die hohe Förderung von 1.355.000 €, sowie den Gremien des Landkreises Cochem-Zell für die Bewilligung von 227.300 €
Dank ist sicherlich auch angebracht bei Herrn Architekt Rumpenhorst und seinen Mitarbeitern für die Planung und Bauleitung dieser Maßnahme, in die er sehr viel Engagement und Ideen eingebracht hat.
Ihr Name, Herr Rumpenhorst, zieht sich durch die Entwicklung dieses Schulgebäudes von der Errichtung in den 70er Jahren bis heute und sie haben deutlich erkennbare positive Spuren hier hinterlassen. Ihr Wirken als Architekt an dieser Schule war immer darauf ausgerichtet, ein Maximum an Erfolg bei gleichzeitig behutsamen Einsatz von Steuermitteln zu erreichen. Sicherlich oft ein Balanceakt – den Sie – und das möchte ich Ihnen heute ausdrücklich bestätigen - jedoch mit Bravour absolviert haben. Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang aber nicht nur ihr fachliches Wirken, sondern auch die äußerst angenehme Form der Zusammenarbeit.
In dem Zusammenhang muss sicherlich auch ein Danke - Schön an die Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung gestattet sein, die diese Baumaßnahme von der Planungs- und Finanzierungsphase bis heute wesentlich begleitet haben. Insbesondere möchte ich dabei Frau Müller und Herrn Grünewald erwähnen und ihnen für ihr besonderes Engagement meinen herzlichen Dank aussprechen.
Mein Dank gilt aber auch ganz besonders Herrn Rektor Huwer und seinem ganzen Kollegium für die unermüdliche und engagierte Begleitung dieser Maßnahme. Sie sind bei allen Gesprächen immer wieder für eine bestmögliche Planung und Ausstattung ihrer Schule eingetreten und haben dabei gleichzeitig mit ihrem Fachwissen aber auch dazu beigetragen, dort einzusparen, wo dies sinnvoll und
angebracht ist. Ihr Aller Einsatz bei der Planung und die positive Begleitung dieser Maßnahme hat dazu geführt, dass das Ergebnis all ihrer Bemühungen sich sehen lassen kann. Ein Dank aber auch an den Hausmeister der Schule, Herrn Rummel. Eine solche Baumaßnahme bringt für die Tätigkeit eines Hausmeisters automatisch eine erhebliche Mehrbelastung mit sich.
Das Gebäude ist funktionsgerecht und hat Atmosphäre. Ich bin sicher, alle werden sich schnell eingewöhnen und ihren neuen „Arbeitsplatz“ zu schätzen wissen. Mit der umgebauten und erweiterten Schule haben wir nicht nur die Raumsituation verbessert, sondern auch günstigere Voraussetzungen für den Unterricht geschaffen. Selbstverständlich nimmt auch ein noch so ansprechendes Schulgebäude niemanden die Arbeit schulischen Lehrens und Lernens ab.
Doch die technische Ausstattung einer Schule entscheidet in nicht unbeträchtlicher Weise über das Bildungsangebot. Computer und Internet sind heute ebenso unverzichtbar wie moderne Labors für die Naturwissenschaften. Die Verbandsgemeinde Zell hat über das landeseinheitliche Raumprogramm für Regionale Schulen hinaus durch die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel in Höhe von rd. 55.000 € die räumliche Situation im Bereich der EDV weiter verbessert und damit gerade in diesem Sektor optimale Voraussetzungen an dieser Schule geschaffen.Dies unterstreicht nachdrücklich, welches Gewicht wir den neuen Technologien und deren Einsatz an unseren Schulen beimessen.
Wer je an einen komfortableren Arbeitsplatz wechseln durfte, weiß, dass sich die Umgebung durchaus auf die Arbeitsmoral auswirkt. Ein Umfeld in dem man sich wohlfühlt, erleichtert es, sich auf Daten und Formeln zu konzentrieren und sich gemeinsam den Stoff zu erarbeiten.
Ich glaube – und lassen Sie mich damit zum Schluss kommen - mit dem Umbau zur Regionalen Schule ist es uns gelungen, eine Schule mit besten Voraussetzungen für guten Unterricht zu schaffen. Sie dient dazu, Lehrer und Schüler bei der Bildungsvermittlung und Bildungsaneignung zu unterstützen.
Sie ist damit eine wertvolle und Zinsen bringende Investition für unsere Zukunft.
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