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Ansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
am 01.09.2003 anlässlich Eröffnung der Ganztagsschule an der Grundschule Zell
Mit dem heutigen Tage tritt die Grundschule Zell im 30. Jahr ihres Bestehens
und 3 Jahre nach Umsiedlung in die Räume der früheren Kreisberufsschule in
eine neue Phase und entwickelt sich damit weiter fort. Die Ganztagsschule, für
die sich Eltern, Schule und Schulträger vor etwas über einem Jahr nach
intensiver Diskussion gemeinsam entschieden haben, nimmt heute ihren
offiziellen Betrieb auf
Zu diesem freudigen Anlass darf ich Sie ganz herzlich im Namen der
Verbandsgemeinde Zell hier zu einer kleinen Feierstunde willkommen heißen.
Zuerst einmal – und da bitte ich bei allen protokollarischen Regeln um Ihr
Verständnis - möchte ich die anwesenden Schülerinnen und Schüler
willkommen heißen.
Sie – die Kinder - sind in einer Schule von ganz besonderer Bedeutung und
dies erst recht an einem solchen Tag wie heute. Ohne Kinder gibt es schließlich
keine Schule, ohne Schule natürlich auch keine Ganztagsschule und ohne die
Ganztagsschule wären wir Alle heute nicht hier.
Mein besonderer Gruß gilt Ihnen, Schulrat Schölzel. Herzlichen Dank für Ihre
stetige Unterstützung und Begleitung unserer Schulen und dafür, dass Sie
nachher noch einige Worte zu uns sprechen werden.
Ebenso gilt ein herzlicher Willkommensgruß Ihnen, Herr Landtagsabgeordneter
Jullien. Ein herzliches Willkommen gilt aber auch den Herren Beigeordneten
und Vertretern der Fraktionen des Verbandsgemeinderates sowie den
Mitgliedern des Haupt- und des Schulträgerausschusses unserer
Verbandsgemeinde.
Ihnen Allen gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank für die stetige
Unterstützung des Projektes Ganztagsschule in den politischen Gremien
unserer Verbandsgemeinde und die Bereitstellung der erforderlichen
Haushaltsmittel für die notwendigen Ausbaumaßnahmen sowie die Einrichtung.
Was wäre eine solche Feierstunde in einer Schule jedoch ohne die Vertreter
der Schule an sich. Deshalb gilt mein besonderer Gruß auch allen anwesenden
Vertretern der Schule. Den Angehörigen des Lehrerkollegiums dieser Schule
mit Herrn Rektor Schwarz an der Spitze den Mitgliedern des
Schulelternbeirates mit ihrer Vorsitzenden, Frau Salzmann sowie den Vertretern
des Fördervereines. Ihnen danke ich für die gute Zusammenarbeit in der
planungs- und Vorbereitungsphase und für das Engagement, welches Sie in
dieses Projekt gesteckt haben.
Genauso willkommen sind uns aber auch die künftigen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Ganztagsschule. Mit Ihrer Unterstützung will die Grundschule
Zell das pädagogische Konzept der Ganztagsschule umsetzen.
Begrüßen möchte ich aber auch die Vertreter des St. Josef-Krankenhauses
Zell, Frau Direktorin Disteldorf sowie Herrn Küchenchef Koch, in deren Hände
wir die Mittagessenversorgung der Schülerinnen und Schüler gelegt haben.
Einen Willkommensgruß richte ich auch an Herrn Stadtbürgermeister Bamberg
und Herrn Ortsbürgermeister Klein, aus deren Bereich die Kinder der
Ganztagsschule vorrang kommen sowie an die Leiterinnen der Kindergärten
aus dem Einzugsbereich der Grundschule Zell, mit denen die Grundschule eine
herzliche Zusammenarbeit verbindet.
Last – but not least – gilt mein Willkommensgruß aber auch den Vertretern der
Presse.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
im Frühjahr 2001 hat die Landesregierung von Rheinland-Pfalz beschlossen,
bis zum 2006 insgesamt 300 neue Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz
einzurichten.
Hintergrund dieser Überlegungen sind die veränderte Lebensbedingungen,
unter denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, und die es erforderlich
machen, den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und die dafür
erforderlichen Rahmenbedingungen, Inhalte und Pädagogik neu zu
überdenken. Pädagogische und sozialpädagogische Bedürfnisse begründen
heute damit auch neue Anforderungen an das System Schule.
Zusätzliche pädagogische Angebote am Nachmittag, - aber auch die
Möglichkeit einer erweiterten schulischen Förderung von Kinder und
Jugendlichen - können dabei sehr hilfreich sein.
Die Verbandsgemeinde Zell hat diesen Gedanke bereits zu Beginn des Jahres
2001 aufgegriffen und die in ihrer Trägerschaft stehenden Schulen nach
Interesse an der Einrichtung einer Ganztagsschule gefragt.
Im Verbandsgemeinderat wurde über die Möglichkeit der Einrichtung einer
Ganztagsschule in Schulen unserer Verbandsgemeinde in der Folgezeit
mehrfach diskutiert. Dabei hat der Verbandsgemeinderat über alle Fraktionen
hinweg die Einrichtung der Ganztagsschule begrüßt und festgestellt, dass die
Einrichtung einer solchen die Verbandsgemeinde Zell und insbesondere die
Stadt Zell als Schulstandort stärken wird.
Darüber hinaus wurde die Ganztagsschule auch insgesamt unter
allgemeinpolitischen Aspekten als ein positiver Standortfaktor für die Zukunft
angesehen.
Wesentlich für die Verbandsgemeinde Zell als Schulträger war in diesem
Zusammenhang aber auch, dass ein solches Angebot auf der Grundlage von
Zustimmung aus Kreisen der Elternschaft, der Lehrerschaft, also der gesamten
Schule, entsteht.
Dies ist hier der Fall gewesen: Schulelternbeirat, Schulausschuss,
Gesamtkonferenz und Personalrat haben sich im Konsens für eine
Ganztagsschule ausgesprochen.
Bereits sehr frühzeitig fanden Umfragen bei den Eltern der Schülerinnen und
Schüler unserer Verbandsgemeinde statt. Basierend auf diesen
Umfragergebnissen und den weiteren Diskussionen an der Schule hat die
Grundschule Zell dann im vergangenen Sommer den Wunsch an die
Verbandsgemeinde herangetragen, sich als Schulträger für die Errichtung der
Ganztagsschule hier auszusprechen.
Diesen Vorschlag der Grundschule ist dann der Verbandsgemeinderat durch
ein einstimmiges Votum gefolgt. Gemeinsam haben Verbandsgemeinde Zell
und Grundschule Zell am 22. August 2002 den Antrag auf Einrichtung eines
Ganztagschulangebotes gestellt.
Dieser Antrag wurde durch das Bildungsministerium im November vergangenen
Jahres bewilligt. Der Verbandsgemeinderat stellte dann für notwendige
Investitionen baulicher Art, sowie für die Beschaffung entsprechenden Mobiliars
sowie von Ausstattungsgegenständen die benötigten Haushaltsmittel bereit.
In den vergangenen Monaten wurden die räumlichen Voraussetzungen für die
Ganztagsschule geschaffen, so dass wir heute optimale Voraussetzungen für
den Start der Ganztagsschule haben.
Der frühere Archiv- und Lagerraum der Verwaltung wurde zum Speiseraum
umgebaut und daneben auch eine Ausgabeküche eingerichtet. Für die Kleinen
wurde separat auch ein Ruheraum geschaffen. Daneben wurden die Räume mit
schülergerechtem Mobiliar ausgestattet.
Diese Investitionsbereitschaft des Schulträgers wurde zwischenzeitlich durch
den Bund mit seinem Sonderzuschussprogramm für die Einrichtung von
Ganztagsangeboten unterstützt,
Die Kosten des Ausbaus sowie der Ausstattung der Ganztagsschule werden
damit überwiegend durch Zuschüsse des Bundes aufgefangen. Herzlichen
Dank für diese Unterstützung unseres Engagements.
Bestandteil des Ganztagsschulangebotes wird auch ein vernünftiges, qualitativ
hochwertiges, Mittagessen sein. Aus meiner persönlichen Sicht, und da waren
wir uns mit Schulträger und Schule einig, sollte dies ein frisch zubereitetes,
vollwertiges Mittagessen sein unter vernünftigen Rahmenbedingungen sein.
Hier konnten wir mit dem St. Josef Krankenhaus Zell einen Kooperationspartner
finden, mit dem diese Vorgaben sichergestellt werden konnten. Vielen Dank,
Frau Disteldorf und Herr Koch, für die gute Zusammenarbeit bei der Planung
dieses Angebotes.
Ich darf Sie alle, meine Damen und Herren, im Anschluss an die Feierstunde
und einem Rundgang durch die neuen Räume und zu einem „Probeessen“
einladen, um sich so von der Qualität zu überzeugen.
"Geld für Schulen angelegt, ist Geld, das die besten Zinsen bringt". Mit der
Einrichtung einer Ganztagsschule an der Grundschule in Zell wird innerhalb der
Verbandsgemeinde Zell ein bildungs- und familienpolitischer Schwerpunkt
gesetzt, der insbesondere den veränderten Lebensbedingungen unter denen
Kinder und Jugendliche heute aufwachsen Rechnung trägt.
Mein ganz besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Herrn Rektor Hans
Schwarz für die unermüdliche und engagierte Begleitung dieses Projekts. Er
war – und ist - die Triebfeder, welche die Ganztagsschule zu einem
Vorzeigeprojekt für die Schulen der Verbandsgemeinde Zell macht. Herzlichen
Dank für Ihren Einsatz, Herr Schwarz.
Alle Bemühungen um die Einrichtung der Ganztagsschule waren von einer
hohen Verantwortung gegenüber unserer Jugend getragen. Für keinen anderen
Aufgabenbereich hat die Verbandsgemeinde Zell in den vergangenen Jahren
mehr Geld bereitgestellt als für Investitionen in unseren Schulen.
Neben einer Reihe von schulischen Projekten der vergangenen Jahre in der
Verbandsgemeinde Zell – ich erinnere beispielsweise an die Einrichtung der
Regionalen Schule in Blankenrath, den Neubau von zusätzlichen Fach- und
Klassenräumen sowie einer zweiten Sporthalle in Blankenrath oder die
Schaffung eines Mehrzweckraumes, eines Computerraumes sowie eines
naturnahen Pausenhofes in Bullay zeugt dies erneut davon, welch hohen
Stellenwert die Schulbildung unserer Kinder in der Verbandsgemeinde Zell
besitzt.
So soll es auch in der Zukunft bleiben. Der Ganztagsschule wünsche ich viel
Erfolg und den Kindern viel Spaß im kommenden Schuljahr.
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