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Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
Anlässlich Kindergartenfest „10 Jahre Kommunaler Kindergarten Blankenrath“
Am 13. Juli 2003
Ich freue mich, Ihnen heute zum 10-jährigen Bestehen des Kommunalen Kindergartens Blankenrath die Grüße und Glückwünsche der Verbandsgemeinde Zell überbringen zu dürfen und gleichzeitig auch im Namen des Kindergarten-Zweckverbandes Blankenrath ganz herzlich zum Jubiläum zu gratulieren.
Ich möchte kurz die Gelegenheit nutzen und einen kleinen Abriss über die Entstehungsgeschichte des Kommunalen Kindergartens vor 10 Jahren geben. Im Jahre 1991 stand der katholische Kindergarten Blankenrath vor dem Problem, 28 Kindern keinen Kindergartenplatz zur Verfügung stellen zu können.
Da das Bistum Trier seinerzeit unter keinen Umständen mehr als 5 Gruppen in den bestehenden Kindergarten aufnehmen wollte – was sicherlich auch pädagogisch fragwürdig gewesen wäre -, stand die Frage im Raum, eine zusätzliche Einrichtung unter kommunaler Trägerschaft, z. B. eines Zweckverbandes zu schaffen.
Anfang 1992 beschloss der Kindergartenzweckverband Blankenrath (bestehend aus den Ortsgemeinden Blankenrath, Grenderich, Haserich, Schauren, Hesweiler, Moritzheim, Panzweiler, Tellig, Reidenhausen, und Walhausen, den Bau eines 3-Gruppen-Kindergartens.
Die Ortsgemeinde Blankenrath stellte dem Zweckverband das Baugrundstück für den Kindergarten kostenlos zur Verfügung. Die Baukosten konnten unter 2 Millionen DM gehalten werden. Das Projekt wurde bezuschusst vom Land Rheinland-Pfalz und vom Landkreis Cochem-Zell. Der nicht unerhebliche Restbetrag von rd. 850.000 DM wurde anteilsmäßig von den zugehörigen Ortsgemeinden des Kindergartenzweckverbandes Blankenrath übernommen. Am 06. Oktober 1992 erfolgte der Spatenstich zum Bau des Kommunalen Kindergartens und bereits im Sommer 1993 konnte der Kindergarten feierlich eröffnet werden.
Heute – 10 Jahre nach der Eröffnung des Kindergartens in Blankenrath - wissen wir, wie wichtig - und vor allem richtig - diese Entscheidung für die Gemeinde Blankenrath und die umliegenden Gemeinden war. Aktuelle Kinderzahlen untermauern dies und signalisieren für die Zukunft die Notwendigkeit, weitere Überlegungen zur Sicherstellung der ausreichenden Versorgung mit Kindergartenplätzen anzustellen.
Steigende Kinderzahlen lösen zwar vordergründig für die Kommunen Handlungsbedarf im Kindergartensektor oder bei den Schulen aus und sind damit verbunden mit Ausgaben, sind jedoch gerade auch vor dem Hintergrund der allgemeinen demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft äußerst positive Entwicklungen für unsere Gemeinden und für die Gesellschaft insgesamt.
Das Jubiläum unseres Kindergartens gibt heute einmal einen besonderen Anlass zu einem herzlichen Wort des Dankes und der Anerkennung. Ein Dank natürlich an All diejenigen, welche vor 10 Jahren diese mutige und zurückblickend auch richtige Entscheidung für einen weiteren Kindergarten in Blankenrath getroffen haben. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und danach gehandelt.
Meine besondere Wertschätzung verdienen aber vor allem die Erzieherinnen, die in den vergangenen zehn Jahren und heute in unserer Einrichtung tätig sind.
Es ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, tagtäglich Kinder einerseits Kinder sein zu lassen und sie gleichwohl auf die Anforderungen des Lebens vorzubereiten. Der ehemalige Premierminister Sir Winston Churchill sagte einmal: „Es ist einfacher eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen.“
Hier in unserem Kindergarten wird an der Erziehung von nicht nur vier, sondern zeitgleich 75 Kindern mitgewirkt. Die Erzieherinnen verfolgen das Ziel, den Kindern durch Entwicklung einer eigenen starken Persönlichkeit den Weg im Leben zu erleichtern
Wie wichtig Kindergärten und die dort geleistete Erziehungs- und Bildungsarbeit sind, ist durch die jüngsten bildungspolitischen Diskussionen wieder einmal sehr deutlich geworden. Im Kindergarten erlernen die Kinder den regelmäßigen Umgang mit anderen Kindern, hier werden spielerisch ihre Talente gefördert und ihre Fähigkeiten entfaltet. Spielerisch wird die Neugier der Kinder geweckt und Wissen vermittelt. Letztlich ist der Kindergarten ein soziales Kompetenzzentrum.
Bei ihren Erzieherinnen erfahren unsere Kinder wie im Elternhaus Geborgenheit und Sicherheit, erlernen dadurch Selbstbewusstsein und werden zu eigenen Persönlichkeiten. Dafür, wie sie dieses mit großem Engagement leisten, sage ich Ihnen herzlichen Dank.
Liebe Erzieherinnen, Sie sind als Team mit einer solchen Begeisterung bei der Sache, dass man unsere Jüngsten fast ein wenig beneiden könnte.
Die ersten Lebensjahre in einer solchen Umgebung verbringen zu dürfen, verhilft sicher zu einem Grundstock fürs Leben, wie man ihn sich besser kaum vorstellen kann. Wenn ich den Wunsch äußere, dass dies weiterhin so bleiben möge, dass der Kindergarten also auch in Zukunft von einem so guten Geist beseelt sein möge, spreche ich sicherlich im Namen vieler Eltern, Bürgerinnen und Bürger.
Wir alle hoffen, dass der Kindergarten noch viele Jubiläen in so prächtigem Zustand erleben werde. In diesem Sinne: Alles Gute!
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