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Grußort Bürgermeister Karl Heinz Simon
zur feierlichen Übergabe der Betriebsträgerschaft für das Freibad Arrastal an den Förderverein am 05. März 2004
Zur heutigen offiziellen Betriebs- und Schlüsselübergabe des Freibades Arrastal von der Ortsgemeinde auf den Förderverein darf ich Ihnen die herzlichsten Grüße der Gremien der Verbandsgemeinde Zell überbringen, zu Ihrem Mut gratulieren und diesem Projekt alles Gute wünschen. Dabei tue ich dies auch im Namen meiner Bürgermeisterkollegen aus Neef, Bullay, St. Aldegund, Pünderich sowie der Stadt Zell.
Wir freuen uns mit Ihnen, dass ein langer und schwieriger Diskussionsprozess um den Erhalt des Bades jetzt mit der Übernahme der Betriebsträgerschaft durch den Förderverein abgeschlossen ist und damit ein wichtiger Schritt nach vorne geschafft ist.
Wir erinnern uns noch alle an den Ausgangspunkt: Die Diskussion ob das Freibad vor dem Hintergrund anstehender bei gleichzeitig – auch heute noch – äußerst angespannter Finanzlage der Gemeinde weiter betrieben werden kann, rief zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf den Plan und eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Bandes entstand.
Als besonders positives Beispiel einer Bürgerinitiative möchte ich herausstellen, dass hier nicht gegen etwas gekämpft wurde, sondern für etwas. Und erst recht möchte ich erwähnen, dass nicht nur geredet und von der öffentlichen Hand gefordert wurde, sondern auch tatkräftig gehandelt und selbst Hand angelegt wurde.
Innerhalb kürzester Zeit entfaltete der Förderverein die ersten Aktivitäten. Zahlreiche Veranstaltungen zum Erhalt des Schwimmbads wurden organisiert und in unzähligen Stunden ehrenamtlich Arbeiten im Freibad Arrastal durchgeführt. Arbeiten, welche ansonsten teuer – ja, vielleicht gar nicht mehr zu bezahlen gewesen wären.
Mitglieder des Fördervereins haben aber auch das Rettungsschwimmerzeichnen abgelegt und konnten so in der Saison 2003 die Wasseraufsicht unterstützen.
Diese Unterstützung war von großer Hilfe, da aufgrund der schwierigen Personalsituation der Ortsgemeinde das Bad in den vergangenen Jahren wiederholt – fast so ganz nebenbei – durch die Schwimmmeister des Erlebnisbades Zell mit betreut wurde.
Um dies möglich zu machen, hat die Verbandsgemeinde-Verwaltung in den Sommermonaten sowohl Verwaltungspersonal mit Rettungsschwimmerschein als auch einen technischen Mitarbeiter zeitweise ins Bad abgestellt, um personelle Unterstützung zu leisten.
Sie sehen, es mussten - und müssen auch in Zukunft - neue Wege gegangen werden, um das Bad zu retten.
Neue Wege sind jedoch auch die Kommunen gegangen. In zahlreichen Gesprächen der VGV mit den eigenen Gremien und mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden wurde ausgelotet, ob und unter welchen Voraussetzungen ein tragfähiges Konzept zum Betrieb des Freibades Alf realisiert werden kann.
Dank der Unterstützung aller Fraktionen im Verbandsgemeinderat und auch meiner Bürgermeisterkollegen konnte im vergangenen Frühjahr ein solches Konzept gefunden und in den Gemeinderäten verabschiedet werden. Zum einen wird sich die Verbandsgemeinde Zell mit einem Festbetragszuschuss von jährlich 10.000 €, daneben auch die Ortsgemeinden Bullay, St. Aldegund, Neef, Pünderich und die Stadt Zell mit einem jährlichen Zuschuss von 1500 € an den Betriebskosten des Bades beteiligen. Damit ist die Finanzierung der Betriebsträgerschaft für die kommenden Jahre auf solide Füße gestellt worden.
Die Nachbargemeinden und die Verbandsgemeinde stellen sich damit an die Seite der Gemeinde Alf, um die wichtige Aufgabe, dieses Bad sowohl für die eigene Bevölkerung, als auch für den Tourismus zu erhalten, gemeinsam zu erfüllen.
Uns allen ist dabei klar, wie wichtig ein attraktives Freibad für unsere Ferienregion ist. Aber auch für unsere Kinder, Jugendliche und viele Familien - welche in den Sommermonaten gerne und in großer Anzahl das Freibad besuchen - ist es von Bedeutung, ein Freibad zu besitzen.
In einer Zeit, in welcher so gut wie kein kommunaler Haushalt mehr ausgeglichen werden kann, ist diese Entscheidung der Nachbargemeinden eine mutige und höchst anerkennenswerte Entscheidung.
Es macht deutlich, dass man im Zeller Land weit über den eigenen Kirchturm hinausschaut. Gemeinsamkeit – das wird hier wie auch bei anderen Gemeinschaftsprojekten wie bspw. dem eisenbahnhistorischen Lehrpfad, dem Calmont – Kloster Stuben – Petersberg - Projekt oder dem geplanten Radweg Reil-Kaimt deutlich – macht stark stark, um auch in Zeiten knapper Kassen die Aufgaben der Zukunft zu erfüllen.
Heute beginnt mit der Schlüsselübergabe und der Übernahme der Betriebsträgerschaft durch den Förderverein Arrastal eine weitere große Aufgabe für die Zukunft.
Ich möchte mich an diesem Tag im Namen der Verbandsgemeinde noch einmal ganz herzlich bei allen Vereinsmitgliedern für das große Engagement bedanken. Die Verbandsgemeinde hat ihr Engagement im vergangenen Jahr mit dem Ehrenamtsförderpreis gewürdigt. Ich denke, dies war eine gute Entscheidung!
Ich wünsche Ihnen mehr als viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir das Freibad noch lange Jahre erhalten können.
Ich wünsche Ihnen den Erfolg um so mehr, als wir alle wissen, dass auf unserem Weg ja noch ein großer Stein, ja ein richtiger Felsbrocken liegt, den wir gemeinsam aus dem Weg räumen wollen und müssen.
Sie wissen – mittelfristig steht die Sanierung des Bades mit einem geschätzten Kostenvolumen von 1 Mio. € an. Lassen Sie uns auch hier gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung suchen.
Für heute und für die bevorstehende Badesaison ein herzliches Glück – Auf!
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