Verbandsgemeinde Zell
Grußwort zum Verbandsgemeindesingen der Chöre PDF Drucken E-Mail

Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
zu Verbandsgemeindesingen der Chöre in Mittelstrimmig
am 24.04.2004, 20 Uhr

Liebe Mitglieder des Sängerkreises Cochem,
liebe Freunde des Gesangs,
Es ist nicht erforderlich, Musik zu verstehen. „Man braucht sie nur zu genießen“, hat der
amerikanischen Dirigent Leopold Stokowski einmal gesagt.
Und ein Genuss ist es allemal, wenn unsere Chöre auftreten und das Resultat zahlreicher
Probeabende darbieten. Das kann ich Ihnen, liebe Sängerinnen und Sänger, nach dem
ersten Teil des heutigen Programms bereits zu Einhundert Prozent bestätigen.
Eigentlich ist es mit dem Singen ja auch ganz einfach. Denn die Losung, die der Dichter
Ludwig Uhland ausgegeben hat, lautet: „Singe, wem Gesang gegeben!“
Allerdings befürchte ich, dass sich nicht alle daran halten. Und zwar in jeder Hinsicht.
Was heißen soll:
• Manche singen, obwohl sie das ihrer Umwelt lieber ersparen sollten. Deshalb halte
ich mich persönlich vornehm zurück und rede, anstatt zu singen.
• Andere hätten jedoch Talent zum Singen, halten aber lieber ihren Mund.
Gott sei Dank gibt es bei uns in der Region noch eine stattliche Anzahl von Menschen, -
und das wird heute bei einem Blick in die Halle deutlich - die wissen, was sie sich und ihrer
Begabung schulden.
Sie, liebe Sängerinnen und Sänger bereichern viele Feste und Veranstaltungen mit ihrem
Gesang und sind aus unseren Gemeinden nicht weg zu denken.
Mit ihrem Gesang sind sie die gute Visitenkarte unserer Gemeinden. Dafür möchte ich
Ihnen ganz herzlich danken.

Wöchentlich treffen Sie sich seit vielen Jahren zur Gesangsprobe.
Heute, in einer schnelllebigen Zeit voller Hektik und Stress ist ein Verein so etwas wie
• eine Anlaufstelle der Harmonie,
• ein ruhender Pool,
• eine Gelegenheit sich einzubringen und sich mit Gleichgesinnten zu treffen.
Dabei ist es schade, dass die jüngere Generation dem Chorgesang gegenüber solche
Zurückhaltung an den Tag legt.
Dennoch ist die Zahl junger Menschen, die sich mit Gesang beschäftigen, beachtlich.
Mehrere Jugendchöre auch in unserem Bereich zeugen davon.
Ich denke, wenn es uns gelingt, die Traditionen der Vergangenheit mit den Bedürfnissen
der Zukunft, sachgerecht zu verbinden, dann sind optimistische Perspektiven durchaus
angezeigt.
Das Programm des heutigen Abends, die Verbindung des traditionellen deutschen
Liedgutes mit modernen Klängen – das Eine tun ohne das Andere zu lassen - zeigt, dass
die Chöre den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Denn die Faszination der Musik – wie Karl Kraus sie definiert hat – ist zeitlos: Sie besteht
darin
• den Krampf des Lebens zu lösen,
• dem Verstand Erholung zu schaffen und
• die gedankliche Tätigkeit wieder anzuregen.
All das braucht der Mensch!
Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.
Bei der heutigen Veranstaltung wünsche ich allen Beteiligten schöne gemeinsame
Stunden bei Musik und Gesang.

 
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