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Ansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
Start der Aktion „72 Stunden – ohne Kompromiss“
am 07.10.2004 in Zell (Mosel)
Als mich Herr Ivanovic anrief und mir von dem Projekt „72 Stunden – ohne Kompromiss“
berichtete, habe ich mich sehr gefreut, dass ich auf Wunsch der Jugendlichen für diese
tolle Aktion die Patenschaft übernehmen darf und somit heute hier den Startschuss für
dieses Projekt geben werde.
72 Stunden lang, innerhalb der nächsten drei Tage, genau bis zum 10. Oktober 17.07 Uhr
haben sich über 25.000 Jugendliche in etwa 800 Aktionsgruppen bereit erklärt, freiwillige,
soziale, gemeinnützige und / oder ökologische Aufgaben ehrenamtlich zu übernehmen.
Das Aktionsgebiet umfasst die Bundesländer Baden-Würtemberg, Reinland-Pfalz,
Saarland und Teile von Hessen und beteiligt sind Jugendgruppen des BDKJ
verschiedenen Diözesen Trier. 2001 wurde dieses Projekt erstmals im Erzbistum Freiburg
durchgeführt. Damals leisteten die über 7.200 Jugendliche 520.000 ehrenamtliche
Stunden. Eine beachtliche Anzahl – beachtlich aber auch, was die Jugendlichen alles in
dieser Zeit leisteten.
Ich freue mich ganz besonders, dass in diesem Jahr auch eine Gruppe von rd. 30
Jugendlichen aus Zell an dem Projekt teilnimmt. Sie ist keine feste Gruppe, die sich
bereits seit mehreren Jahren trifft, sondern setzt sich aus verschiedenen Jugendlichen
zusammen, die sich alle bereits auf unterschiedlichste Weise in der kirchlichen
Jugendarbeit ehrenamtlich engagieren.
Für dieses Engagement, möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken.
„In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen“.
Dass dieses Motto gerade Jugendliche anspricht, sogar in unserer Zeit, mögen manche
kaum glauben. Aber da kennen Sie die Jugendlichen schlecht! Denn die sind begeistert
bei diesem Projekt mitmachen zu können.
Sich nicht mit der Zuschauerrolle zu begnügen, sich kompromisslos mit all seinen
Fähigkeiten und Talenten für eine gute Sache einzusetzen, und die Gestaltung des
eigenen Lebensraumes aktiv mit in die Hand zunehmen letztlich damit unsere Welt durch
persönlichen Einsatz ein kleines bisschen besser machen, dieses Engagement, das ist in
unserer Gesellschaft heute nicht mehr selbstverständlich.
Welche Aufgaben auf die Jugendlichen zukommen, erfahren Sie erst in wenigen Minuten.
Ich bin mir sicher, die Spannung und Vorfreude ist schon riesengroß. Denn seit Wochen
treffen sich die Jugendlichen unter Leitung von Björn Butzen und Ino Ivanovic, um sich auf
den „Arbeitseinsatz“ vorzubereiten.
Viele fragen sich jetzt, wie vorbereiten, wenn man nicht weiß worauf? Aber gerade darin
lag der Ansporn. Sie müssen sich auf sämtliche Eventualitäten vorbereiten. So galt es
innerhalb der Gruppe herauszufinden, wer welche Fähigkeiten hat und wo diese am
besten einzusetzen sind.
Die Jugendlichen suchten Sponsoren für ihr Projekt. Über 18 Firmen im Zeller Raum
haben sich bereit erklärt, die Aktion 72 Stunden durch Sach- und / oder Geldspenden zu
unterstützen.Ihnen gilt mein herzlicher Dank. Auch wir von der Verbandsgemeinde Zell
werden uns mit einer Geldspende an diesem Projekt beteiligen. Auch möchte ich mich bei
den vielen Eltern bedanken, die ihre Kinder durch Essensspenden wie Kuchen- und
Salatspenden unterstützen.
Die 30 Jugendlichen haben sich im Pfarrzentrum Zell eine „72-Stunden-Zentrale“
eingerichtet. Von hier aus wird tagsüber das Projekt koordiniert, gemeinsam die
Mahlzeiten eingenommen, am Abend der Tagesablauf besprochen und sich gemeinsam
entspannt, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Die meisten von euch werden hier
auch übernachten.
Nach dem Motto „Tue gutes – und rede darüber“, werden die Jugendgruppen auch von
SWR 3 und dem Saarländischen Rundfunk begleitet, die übrigens schon seit Tagen von
den Vorbereitungen in den verschiedenen Gruppen berichten.
Hier geht es nicht darum sich zu brüsten, sondern möglichst vielen Menschen von diesem
Projekt und seinen Erfolgen zu berichten, um in Zukunft noch mehr Menschen dafür
begeistern zu können. Auch verschiedene Fernsehanstalten werden von dem Projekt
berichten.
Am Sonntag, den 10. Oktober werden dann die Jugendlichen im Rahmen des
Sonntaggottesdienstes von Ihrem Projekt erzählen. Anschließend haben die Jugendlichen
eine Abschlussfeier für alle Beteiligten im Pfarrzentrum organisiert. Zum Gottesdienst und
auch zur anschließenden Abschlussfeier darf ich Sie schon heute ganz herzlich einladen.
Ich möchte meine Rede nicht zu lange ausdehnen, denn die Jugendlichen warten schon
so gespannt auf ihre Aufgabe.
Ich hoffe, ich habe Ihnen einen kleinen Einblick in die Aktion der Jugendlichen verschaffen
können und möchte noch mal ganz deutlich betonen wie viel Respekt ich vor diesem
selbstlosen Einsatz habe und möchte mich noch mal ganz herzlich im Namen der
Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) bedanken.
Denn Menschen wir ihr machen unsere Welt doch sehr viel reicher, lebens- und
liebenswerter.
Danke - schön!!
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