Verbandsgemeinde Zell
Eröffnung Gemäldeausstellung Wilfried Eickhorst im Schloß Zell PDF Drucken E-Mail

Eröffnungsansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
zur Ausstellung mit Gemälden von Wilfried Eickhorst
am 05. Dezember 2004 im Schloss Zell

Ich darf Sie am heutigen zweiten Adventsonntag recht herzlich hier im Schloss Zell zur
Vernissage mit Bildern von Wilfried Eckhard willkommen heißen.
Wenn man die Schritte durch den doch recht kühlen, gleichzeitig aber erfrischenden
Dezembermorgen hier zum Zeller Schloss geht und empfangen wird von der
harmonischen Musik von Jennifer und Janina Heil, einem guten Glas Riesling-Sekt sowie
den eine gewisse Wärme und auch Freude an der Malerei ausstrahlen Aquarellen von
Wilfried Eickhorst, dann ist bereits sicher, dass der heutige zweite Advent ein schöner Tag
werden wird. Darüber hinaus freuen wir uns alle sicher nicht nur auf die Bilder von Wilfried
Eickhorst, sondern auch auf den Advents-Brunch aus der bekannten vorzüglichen
Schlossküche.
Jede Vernissage ist wie der Stapellauf eines Schiffes: Die Bilder verlassen die Werkstatt
des Künstlers in die Öffentlichkeit und werden damit öffentliches Kulturgut. Im
übertragenen Sinn kommt also erst durch die Veröffentlichung der Augenblick der
Fertigstellung eines Bildes.
Mit dem Gesehen-Werden beginnt ein Bild sein eigenständiges Leben - und Sie, wir alle,
werden hier und heute Teil dieses Prozesses. Es ist nicht immer einfach zu
bewerkstelligen, dass moderne Malerei auf der einen und ein betrachtungsbereites
Publikum auf der anderen Seite zueinander kommen. Es bedarf dazu eines geeigneten
Rahmens. Dies ist heute, aber auch noch in den nächsten Wochen bis 15. Januar 2005
gegeben.
Ich bin Frau Schneider sehr dankbar, dass Sie uns hier im Schloss Zell erneut die
Gelegenheit verschafft, eine Kunstausstellung zu präsentieren und das in einem so
ansprechenden Ambiente.
Lassen Sie mich bitte ein paar Worte zum Künstler sagen:
• Herr Wilfried Eickhorst wurde 1937 hier in Zell geboren. Ist also auch hier zuhause;
auch wenn er heute in Bernkastel-Kues lebt, nicht weit von uns entfernt.
• 1990 begann er erstmalig Malversuche in Aquarell. Er besuchte zahlreiche Malkurse

im In- und Ausland.
• Bereits 1997 hatte Herr Eickhorst seine erste Ausstellung hier im Schloss Zell. Es
folgten weitere in den letzten Jahren an der Mosel, im Rheinland aber auch in der
Toskana.
Wilfried Eickhorst ist also ein erfahrener Aquarellmaler mit fundierter Ausbildung – bspw.
an der Europäischen Akademie für Bildende Kunst sowie Ausstellungen im In- und
Ausland. Er selbst malt mit Begeisterung, gibt Kurse und möchte auch bei anderen die
Freude am Aquarell wecken sowie die Leichtigkeit und Spontaneität vermitteln.
Wilfried Eickhorst selbst sagt von sich:
• „Ich male, um wieder richtig sehen zu lernen und möchte in diesem Sinn beim
Malen begleiten.
• Sehen wie es Jose Ortega Gasset sagte: ‚Alles ist merkwürdig und wunderbar für
ein paar wohl geöffnete Augen.’
• Oder wie Antone de St. Exuperie: ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das
wesentliche ist für das Auge unsichtbar.’
Eine Vernissage hat nicht nur etwas mit dem Sehen zu tun. Bei einer Vernissage geht es
auch um die Kommunikation zwischen dem Künstler und dem Betrachter, um die
Kommunikation zwischen Bild und Betrachter, sowie um die Kommunikation zwischen den
Betrachtern untereinander.
Außerdem verlangt sie von uns als Betrachter ein Verweilen in einer ansonsten so
hektischen Zeit. Sie verlangt unsere alltägliche Anfälligkeit für vordergründige Effekte zu
überwinden und das Objekt länger zu betrachten und zu durchleuchten, um es dann mit
eigenen Augen zu „sehen“ und zu verstehen.
So genug der Theorie. Machen Sie sich selbst ein „Bild“ von den Bildern und nutzen Sie
die Gelegenheit ihre Eindrücke mit dem Künstler Herrn Eickhorst sowie untereinander
auszutauschen.
Ich wünsche der Ausstellung schon heute viele Besucher und Ihnen liebe Gäste einen
schönen Morgen hier bei Kunst und einem leckeren Adventsbrunch.

 
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