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Pflegeeinsatz von 25 Auszubildenden auf der Kriegsgräberstätte Prinzenkopf
„Vergangenheit bewegt - Frieden stärken“
Das Evangelische Militärpfarramt Aachen fragte über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) an, ob im Rahmen einer fünftägigen Lehrlingsrüstzeit des Evangelischen Militärpfarramtes Aachen in Kirchberg gegebenenfalls auf einer größeren Kriegsgräberstätte Pflegearbeiten durch die teilnehmenden Auszubildenden durchgeführt werden könnten.
Die
in Rheinland-Pfalz landesweit im Bereich der Kriegsgräberfürsorge
zuständige ADD, unterstützte die Anfrage der Militärpfarrerin Sabine
Reinhold und das Engagement der an der Rüstzeit teilnehmenden
Auszubildenden und deren Ausbilder der technischen Schule für
Landsysteme und Fachschule des Heeres in Aachen sich unentgeltlich für
die Gedenkarbeit einzubringen und konnte sich mit den Verantwortlichen
des in der Trägerschaft der Gemeinde Pünderich befindlichen Friedhofs
auf einen entsprechenden Arbeits- und Friedenseinsatz verbunden mit
einer kleinen Gedenkfeierlichkeit zu verständigen.
Während eines
ganztägigen Einsatzes säuberten die 30 Teilnehmer der Rüstzeit in
Absprache mit der Verbandsgemeindeverwaltung Zell und der Ortsgemeinde
Pünderich sowie der ADD die Steinkreuze. Unkraut auf den Gräbern wurde
gezupft und Sträucher zurückgeschnitten. Außerdem wurden Gehölze im
Rahmen von Windwurfschäden entfernt. Zaun repariert.
Raimund
Schneider, Mitarbeiter der ADD, erklärte: “Kriegsgräberfürsorge ist ein
fortwährender, dauerhafter und aktiver Dienst für den Frieden. Jeder
Einzelne kann sich bewusst für ein friedliches Miteinander einsetzen.
Kriegsgräberfelder, so auch diese hier auf dem Prinzenkopf führen
anschaulich vor Augen, warum das Engagement für eine friedliche Zukunft
lohnt und es wichtig ist den Frieden zu stärken.“ „Die Toten brauchen
keine Fahnen, sondern unser Gedächtnis“, betonte der Bürgermeister der
Verbandsgemeinde Zell, Karl Heinz Simon die Wichtigkeit dieses
Pflegeeinsatzes als Gedenkarbeit für Frieden und Menschenrechte.
Militärpfarrerin Sabine Reinhold erläuterte treffend warum Vergangenheit
bewegt, unter dem Motto auch die fünftägige seelsorgerische Einkehr
stand.
Ortsbürgermeister
Werner Lay, Verbandsbürgermeister Karl Heinz Simon sowie
ADD-Mitarbeiter Raimund Schneider bedankten sich für den ehrenamtlichen
Pflegeeinsatz. Mit
einem Blumenbouquet und einer Andacht wurde abschließend durch ADD,
Ortsgemeinde Pünderich, Verbandsgemeinde Zell sowie den Teilnehmern der
Lehrlingsrüstzeit des Evangelischen Militärpfarramtes Aachen II den auf
dem Ehrenfriedhof ruhenden 95 Kriegstoten des 2. Weltkrieges gedacht.
Auf dem
Prinzenhof wurden gegen Ende des Krieges 1945 nach Kampfhandlungen 18
gefallene deutsche Soldaten beerdigt. 1955 wurden von umliegenden
Friedhöfen aus Pünderich, Briedel und Alf 16 Soldaten dazugebetet. Die
erste Einweihungsfeier erfolgte am 19. November 1958. In den Jahren
1961-62 wurden die Kriegsgräberstätte gemeinschaftlich unter Beteiligung
der Gemeinden Alf und Pünderlich und dem rheinland-pfälzischen
Ministeriums des Innern durch Initiative des damaligen Landratsamtes
Zell erweitert. Zusätzliche 61 Soldaten und zivile Bombenopfer wurden
auf den Ehrenfriedhof umgebettet.
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