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Traueransprache von Bürgermeister Karl Heinz Simon
Anlässlich der Trauerfeier von Josef Busch, Pünderich
Am 21.Januar 2005
Liebe Frau Busch,
liebe Angehörige von Josef Busch,
verehrte Trauergemeinde.
wir nehmen heute Nachmittag gemeinsam Abschied von unserem Alt-Bürgermeister
Josef Busch.
Es ist für mich eine Ehre, heute bei dieser Trauerfeier einige Worte im Namen der
Verbandsgemeinde Zell sprechen zu dürfen und uns die Arbeit und das Wirken von
Josef Busch in Erinnerung zu rufen.
Ich spreche gleichzeitig auch im Namen der Ortsgemeinde Pünderich und ihres
Bürgermeisters Werner Lay, da wir uns darauf verständigt haben, dass nur ein Vertreter
der Kommune sprechen sollte.
Ich tue dies aber auch im Namen meines Vorgängers, des jetzigen Landrates, Herrn
Eckhard Huwer. Er nimmt heute Nachmittag an einer Beerdigung seines Onkels im
Saarland teil und bedauert es sehr, bei der Beerdigung seines langjährigen Freundes
und Wegbegleiters nicht anwesend sein zu können.
Josef Busch wurde 1964 erstmals in den Gemeinderat in Pünderich gewählt. Ihm
gehörte er bis 1990 an. Seit 1967 bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden 1990
war er dann auch Ortsbürgermeister unserer Gemeinde.
In diesem langen Zeitraum hat er sich mit hohem persönlichen Einsatz, ja wirklich mit
Leidenschaft, für die zukunftsgerechte Weiterentwicklung der Gemeinde eingesetzt.
Die Gemeinde Pünderich und ihre Bürgerinnen und Bürger standen über lange Jahre im
Mittelpunkt seines Wirkens und keine Arbeit, kein Weg war ihm zu weit, um die
Gemeinde voran zu bringen
Wichtige infrastrukturelle Maßnahmen für die Gemeinde wie die Erschließung von
Neubaugebieten, die Flurbereinigung oder zuletzt der Bau der Mehrzweckhalle mit ihren
positiven Auswirkungen auf das örtliche Vereinsleben gehen auf seine Initiative zurück.
Die Dorferneuerung mit ihren positiven Auswirkungen auf die Gemeinde ist ebenfalls mit
auf sein kontinuierliches Engagement zurück zu führen genauso wie die Erfolge im
Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bis auf Landesebene.
Ein besonderes Anliegen war ihm stets die Förderung des Fremdenverkehrs sowie des
Weinbaus. Auch mit dem Straßenweinfest bleibt sein Name weiterhin verbunden.
Mit seiner Tatkraft war er auch im Vereinswesen der Gemeinde nicht wegzudenken. Ich
erinnere dabei bspw. nur an sein Engagement im Karnevalsverein und in
Zusammenhang mit den Kappensitzungen.
So energisch wie er sich für die Zukunft der Gemeinde eingesetzt hat, so wichtig war
ihm auch der Erhalt von Traditionen und Bräuchen. Das unsere Muttersprache, das
„Pinnaricha Platt“, erhalten bleibt und weiter gesprochen wird, lag ihm dabei sehr am
Herzen.
Josef Busch war aber auch über die Gemeinde hinaus aktiv.
Von 1969 bis 1989 gehörte er auch dem Verbandsgemeinderat Zell an. Auch in diesem
Gremium hat er sich in vorbildlicher und engagierter Weise eingebracht und sein Rat
wurde geschätzt.
Dies lag auch daran, dass ihm ein gutes, vertrauensvolles und freundliches Miteinander
in den Gremien immer sehr am Herzen lag. Durch fachkundige Arbeit hat er sich über
die Fraktionsgrenzen hinweg Anerkennung und Respekt erworben.
Er hat mit dazu beigetragen, dass die in der Gebietsreform neu gebildete
Verbandsgemeinde Zell mit Gemeinden von Mosel und Hunsrück gut zusammen
gewachsen ist und eine positive Entwicklung genommen hat.
Auch nach dem er krankheitsbedingt seine kommunalpolitische Arbeit 1990 beenden
musste, hat er sein umfassendes Wissen weiter eingebracht. Dabei galt sein
besonderes Augenmerk der Erstellung einer Gemeindechronik, der er gemeinsam mit
anderen viel Zeit widmete.
Josef Busch war zuletzt sehr krank.
Er war dennoch immer – und dies zu seiner Persönlichkeit - ein absolut
lebensbejahender Mensch. An seinem kontinuierlichen Engagement konnte man auch
erkennen, dass ihm die gestellten Aufgaben viel Freude bereitet haben.
Im Mittelpunkt seiner langjährigen öffentlichen Arbeit standen dabei aber immer seine
Mitmenschen. Er hatte immer ein offenes Ohr für ihre Wünsche und Anliegen. Er hat
sich Zeit für die Menschen genommen und manches Problem wurde bei einem Glas
Wein diskutiert und ohne bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt.
Er wurde deshalb in der Gemeinde, in der Bevölkerung und auch im Kreise seiner
Bürgermeisterkollegen sehr geschätzt. Mit großer Trauer haben daher Alle, die ihn
gekannt und ihn auf seinem Weg begleitet haben, Mitte der Woche die Nachricht von
seinem Tode aufgenommen.
Unser heutiges Mitgefühl gilt allen Familienangehörigen und ganz besonders Ihnen,
liebe Frau Busch, die Sie ihn ein Leben lang auch in den öffentlichen Funktionen
begleitet haben. Wir alle wissen um Ihren schweren Verlust und um Ihren Schmerz, den
wir mit Ihnen teilen.
Wir danken Josef Busch für seinen hohen, vorbildlichen Einsatz zum Wohle der
Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und Verbandsgemeinde, wir verneigen uns in
Anerkennung seiner vielfältigen, hervorragenden Leistungen und wir nehmen Abschied.
Josef Busch hat sich durch seine Arbeit um die Gemeinde Pünderich und die
Verbandsgemeinde Zell verdient gemacht.
Lassen Sie mich bitte zum Schluss noch einen gestern von mir gelesenen Satz des
amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway zitieren, der gesagt hat:
„Ein Licht ist ausgegangen,
aber es ist nicht erloschen,
denn tot ist nur,
wer vergessen wird.“
In diesem Sinne wird Josef Busch nicht nur in seiner Familie, sondern auch in der
Gemeinde weiterleben.
Lieber Jupp,
wir werden dich sehr vermissen und du wirst uns unvergessen bleiben !
Die Gemeinde Pünderich, die Verbandsgemeinde Zell und die Menschen bei uns
werden Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Herzlichen Dank und ruhe in Frieden.
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