Verbandsgemeinde Zell
Grußwort zum II. Calmont-Symposium PDF Drucken E-Mail

Zum 2. Calmont-Symposium darf ich Ihnen auch die Grüße aus der Nachbarschaft, aus der Verbandsgemeinde Zell, überbringen. Erstmals zeichnet in diesem Jahr auch die Verbandsgemeinde Zell als Miteinladender für das Calmont-Symposium verantwortlich.

Dies hat seinen guten Grund!
Die vom Steillagenweinbau geprägte WeinKulturLandschaft ist das wertvollste Kapital für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Weinbau- und Tourismusregion Mosel. Dieses Kapital würde sicherlich aufs Spiel gesetzt, wenn sich die Winzer an der Mosel unter den zunehmenden Wettbewerbsdruck und nicht kostendeckenden Fassweinpreisen aus dem Steillagenweinbau zurückziehen würden. Eine Aufgabe des Steillagenweinbaus hätte für die heimische Wirtschaft – weit über die Winzerschaft hinaus – ernste Folgen.

Noch ist es nicht zu spät, einer solchen Entwicklung entgegenzutreten. Hierzu bedarf es der Zusammenarbeit von Politik und Weinbauverbänden auf allen Ebenen. Hierzu gibt es die unterschiedlichsten Instrumente. Eines dieser Instrumente ist das „Calmont - Kloster - Stuben - Petersberg - Projekt“ der Gemeinden Bremm, Ediger-Eller und Neef. Zum dem Projekt an sich hat Herr Ortsbürgermeister Berg einiges bereits gesagt.

Was ich besonders positiv herausheben möchte dabei ist die Tatsache, dass sich hier drei Ortsgemeinden aus zwei verschiedenen Verbandsgemeinden zu einem gemeinsamen Projekt zusammengetan haben.

Ein Projekt, um das Freizeit- und Kulturangebot zu vergrößern und die Identifikation sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch der Touristen zum Weinbau und insbesondere zum Steillagenweinbau wesentlich fördern.

Gemeinsam wird hier ein übergeordnetes Ziel angegangen. Nicht das Eigeninteresse einer Gemeinde steht im Vordergrund dieser Gemeinschaftsmaßnahme, sondern die Vernetzung und das Bewusstsein, gemeinsam etwas für die nähere Region zu unternehmen.

Diese Zielsetzung der Gemeinderäte aus den drei Gemeinden ist höchst anerkennenswert. Mein Dank gilt daher den Ortsbürgermeistern und ihren atsmitgliedern. Es ist sicherlich nicht immer einfach, Verständnis für ein solches orts- und erbandsgemeindeübergreifendes Projekt zu finden. Hier ist dies gelungen.

Erlebnisqualität für den Tourismus und eine qualitätsvolle Vermarktung des Flaschenweines bilden die entscheidenden Hebel zum Erhalt von Winzerbetrieben, zur Sicherung des Weinbaus an der Mosel sowie zur Wahrung der landschaftlichen und natürlichen Potentiale des Moseltales.

Um dieses Ziel auf allen Ebenen voranzutreiben, haben die Gemeinden Bremm, Ediger-Eller und Neef in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt in Mayen vor einem Jahr das erste Calmont-Symposium einberufen. Davon ausgehend befassen sich seither verschiedene Arbeitsgruppen auch mit der Frage, wie über dieses Projekt die Weinbau- und Tourismusstruktur verbessert und dem sich abzeichnenden negativen Strukturwandel begegnet werden kann mit dem Ziel, den Weinbau in der Steillage langfristig zu sichern.

Dieses Ziel ist für die Mosel lebenswichtig. Ich wünsche dem heutigen 2. Calmont-Symposium und dem Projekt „Calmont-Kloster-Stuben – Petersberg“ daher viel Erfolg.

 
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