Verbandsgemeinde Zell
Grußwort zum Jubiläum Männerquartett Bullay PDF Drucken E-Mail

Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
anlässlich des 80-jährigigen Jubiläums des Bullayer Männerquartetts

am 03.11.2006


Eigentlich sollte bei einem Jubiläumskonzert alles auf musikalische Art und Weise geschehen. Auch die Gratulation. Der MGV Liesenich hat es uns eben ja sehr trefflich vorgemacht. Ich habe jedoch nicht ernsthaft mit diesem Gedanken geliebäugelt.  Schließlich ist das einzige Musikinstrument, das ich beherrsche, der CD-Player und ein Plattenspieler aus den 70er Jahren.

Erst recht habe ich darauf verzichtet, meine Glückwünsche singend zu übermitteln. Da halte ich es mit dem Spruch „Singe, wem Gesang gegeben“ und lasse doch lieber dem Jubiläumsverein und den Gastchören den Vortritt. Ich singe zwar im Bürgermeister-Chor unserer Verbandsgemeinde, aber ich trage dort mehr zur Quantität als zur Qualität bei. Die Kollegen im Chor schauen jedoch dezent über meine Gesangsqualitäten hinweg. 

Meiner Begeisterung für die Musik tut dies jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Ich beneide und bewundere all jene, die mehr Musikalität in die Wiege gelegt bekommen haben als ich und singen können oder ein Instrument beherrschen.  

Deshalb bin ich auch sehr gerne der Einladung zu diesem Jubiläumskonzert gefolgt und möchte dem Bullayer Männerquartett die Grüße und die Glückwunsche der Bürgerinnen und Bürger der VG Zell überbringen und ganz persönlich dem Verein, dem Vorstand, allen aktiven Sängern und Freunden des Vereines von ganzem Herzen gratulieren und ich verbinde dies mit meinem Dank für Ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. 

„Singen ist Ausdruck von Lebensfreude – Singen steht für Optimismus!“  Wenn man einem Sänger die Frage stellt, warum er singt, wird man daher sehr oft die Antwort hören: "Weil es mir Spaß macht!" Auch wissen wir schon lange, und das von Medizinern bestätigt „Singen ist gesund".  

Es gibt also eine ganze Reihe guter Gründe für den Gesang. Das Wichtigste ist daran aber doch wohl die Freude, die man selbst dabei hat und, dies möchte ich unterstreichen, durch den Gesang anderen geschenkt wird.  Dies hat Zukunft und dies wird auch in Zukunft immer so bleiben. 

Und wo macht das Singen mehr Spaß, als gemeinsam mit Vielen Gleichgesinnten Menschen in einem Chor. Das gibt dem Gesang mehr Kraft, mehr Fülle, mehr Ausdrucksvermögen – es führt in der Gemeinschaft auch zu mehr Freude an der Ausübung dieser schönen Leidenschaft. 

Deshalb sehe ich auch für die Chöre eine gute Zukunft. Auch wenn man sich vielleicht derzeit in einem Tal wähnt, kommt hinter jedem Tal auch ein Berg und dann geht es wieder aufwärts! 

Die Chöre und Gesangvereine stellen hier bei uns auf dem Land ohne jeden Zweifel eine große kulturelle Bereicherung dar. Sie stellen sich in den Dienst der Gemeinschaft und verleihen in der eigenen Gemeinde und darüber hinaus vielen Veranstaltungen durch ihre Darbietungen einen würdigen und festlichen Rahmen.  

Ich bezeichne die Gesangvereine daher sehr gerne als die guten Botschafter unserer Gemeinden. Kann es denn bessere Botschafter für unsere Gemeinden geben, wie z.B. heute Abend für Liesenich, Briedel oder Mückeln, als unsere Chöre? Na Ja, vielleicht die Weinköniginnen. Die küsst ein Bürgermeister dann doch noch lieber als die Männerchöre! 

Die Chöre – wenn ich bei dem Synonym des Botschafters bleibe,  bemühen sich im allgemeinen nicht nur um einen guten Ton - das ist bei einem Chor eigentlich selbstverständlich,  sie sorgen oft auch für einen guten Namen ihrer Gemeinde und damit im wahrsten Sinne des Wortes für einen guten Klang dieses Namens.  

Diese Charakterisierung trifft auf das Bullayer Männerquartett voll zu. 

Dazu gehört  - aber wem sag ich das - viel Vorbereitung, harte Arbeit und Selbstdisziplin. Die wöchentlichen Proben, die intensiven Vorbereitungen auf ein Konzert, das Üben im stillen Kämmerlein, das alles ist für einen Chorsänger Teil seines Lebens.  

Es ist gewiss manchmal hart, ein schwieriges Werk einzustudieren oder sich immer in ein Ensemble einzufügen.  

Dennoch: Sie singen gerne, Sie sind froh, Ihre musische Seite ausleben zu können. Und ich denke, Sie fühlen sich im Kreis der  musikalisch Gleichgesinnten auch ausgesprochen wohl. Die Stunden im Chor, das höre ich immer wieder von aktiven Sängern  –, die möchte niemand missen. Und das ist gut so! 

Mein herzlicher Dank gilt heute allen, die mit dazu beigetragen haben, dass dieses schöne Jubiläum mit diesem Konzertwochenende begangen werden kann. Mein Dank geht aber auch an Alle, die sich ehrenamtlich für den Verein engagieren und viel Zeit und Kraft investieren. Gratulieren möchte ich aber auch den Sängern, welche heute Abend für ihre langjährige Treue zum Chorgesang ausgezeichnet wurden.  

Verehrte Gäste, der große deutsche Dichter und Komponist E.T.A. Hoffmann hat einmal gesagt: „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“. In diesem Sinne schließe ich hier mein Grußwort und wünsche dem Verein eine gute Zukunft, weitere musikalische Erfolge und dass er immer genügend Nachwuchs finden wird, um den Gedanken des Chorgesanges weiter zu tragen. 

Freuen wir uns gemeinsam auf schöne Stunden bei diesem Jubiläumskonzert. Alles Gute. 

 
< Zurück   Weiter >