Verbandsgemeinde Zell
Übergabe Tragkraftspritzenfahrzeug an die Freiwillige Feuerwehr Merl PDF Drucken E-Mail
Ansprache Bürgermeister Karl Heinz Simon
am 10. August 2008 in Zell-Merl
anlässlich der Übergabe des Tragkraftspritzenfahrzeug an die Freiwillige Feuerwehr Merl

Ich freue mich sehr Sie zur offiziellen Übergabe und Einsegnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges an die Freiwillige Feuerwehr Merl begrüßen zu dürfen.

Ein wesentlicher Teil der Finanzierung dieses Fahrzeuges erfolgte über einen Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz und wir freuen uns, wenn wir unseren Abgeordneten hier vor Ort zeigen können, dass die Landesgelder gut angelegt sind. Deshalb begrüße ich aus dem Landtag Rheinland-Pfalz Frau Abgeordnete Heike Raab. Ihre Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung, die Sie den Menschen, die sich ehrenamtlich in der Feuerwehr engagieren und damit ihr Leben und ihre Gesundheit für Andere einsetzen, beimessen.

Begrüßen möchte ich natürlich auch die Weinmajestät der Stadt Zell, Weinkönigin Britta I. welche ebenfalls zu dieser Fahrzeugübergabe gekommen ist. Für den Landkreis Cochem-Zell heiße ich in Vertretung von Herrn Landrat Schnur den Ersten Kreisbeigeordneten Herrn Hans-Jürgen Sehn herzlich willkommen.

Besonders willkommen heiße ich für den Verbandsgemeinderat die Herrne Beigeordneten Horst Scheid und Jakob Bertgen und für die im Rat vertretenen Fraktionen Herrn Walter Justen. Die Mitglieder des Brandschutzausschusses der Verbandsgemeinde Zell sind uns ebenso herzlich willkommen wie die Vertreter der Stadt Zell, insbesondere Herrn Stadtbürgermeister Jürgen Bamberg sowie Herrn Beigeordneten Karl Heinz Weis.

Für die Feuerwehren des Landkreises begrüße ich Herrn Kreisfeuerwehrinspekteur Hans-Werner Thomas aus Cochem sowie den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Cochem-Zell, Herrn Karl Heinz Beuren aus Zell-Kaimt. Für die Feuerwehren unserer Verbandsgemeinde begrüße ich deren Repräsentanten, unseren Wehrleiter Herrn Markus Morsch.

Ganz besonders freuen wir uns über die Anwesenheit von Herrn Kreisfeuerwehrinspektor a. D. Peter Gerhartz sowie unseres langjährigen Wehrleiters Fritz Day. Beide sind sehr gern gesehen in unserer Mitte und zeigen mit Ihrer Anwesenheit einmal mehr ihre auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gebliebene Verbundenheit mit unseren Wehren

Die Feuerwehren arbeiten im täglichen Einsatz viel und gerne mit den anderen Organisationen im Sicherheitsbereich zusammen und man trifft sich dann auch gerne zu solchen schönen Momenten wie heute. Von der Polizei darf ich ganz herzlich den stellv. Leiter der Polizeiinspektion Zell, Herrn Lothar Schneider sowie vom Technischen Hilfswerk von der Landkreis-Ebene Herrn Walter Reis begrüßen.

Ich begrüße natürlich auch sehr herzlich Herrn Hillen vom Autohaus Hillen in Zell-Kaimt – dem Lieferanten des neuen Fahrzeuges – und ich heiße gerne Herrn Pfarrer Diederichs willkommen, der sich dankenswerter Weise bereit erklärt hat, das Feuerwehrfahrzeug mit dem kirchlichen Segen zu versehen.

Herzlich begrüße ich auch alle anwesenden aktiven Feuerwehrkameraden, insbesondere natürlich die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Merl mit ihrem Wehrführer Frank Scheid und seinem Stellvertreter Karl Heinz-Görgen an der Spitze. Wenn es Sie nicht gäbe, wäre diese Fahrzeugübergabe heute überflüssig, weil ein Fahrzeug ohne Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen Menschen zu helfen, sinnlos wäre.

Last but not least gilt mein Gruß den Vertretern unserer Presse.

Der heutige Tag ist für die Freiwillige Feuerwehr Merl und ihre aktiven Mitglieder sicherlich ein ganz wichtiger – ein lange, ja sehr lange, ersehnter Tag in der Geschichte der Wehr. Denn heute können wir mit der – offiziellen - Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges an die Wehr einen wichtigen Schritt für die weitere Sicherstellung des Brandschutzes in Merl tun.
   
Das bis dato eingesetzte Fahrzeug – ein VW Bullay mit Ziegler-Ausbau war seit 36 Jahren im Einsatz. Es war damit das älteste Feuerwehr-Fahrzeug in der Verbandsgemeinde und war deutlich älter als mancher der Feuerwehrleute, welche mit diesem Fahrzeug zu Einsätzen ausgerückt sind, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Bürgerinnen und Bürgern in Not schnelle und wirksame Hilfe zu leisten.

Der technische Zustand des Fahrzeuges war zuletzt altersbedingt so schlecht, dass bereits seit mehreren Jahren über eine Ersatzbeschaffung nachgedacht wurde. Aber mit einer Bestellung eines Autos ist es manchmal nicht so einfach!

Ein modernes Fahrzeug passt aufgrund der heutigen Abmessungen nicht in die bisherige Unterkunft und so musste erst über eine neue Unterstellmöglichkeit nachgedacht werden. Nachdem – nach langer Suche - ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stand, - übrigens ein herzliches Danke-Schön an die Stadt Zell für die kostenlose Bereitstellung - wurde 2005 der Zuwendungsantrag an das Land gestellt.

Das Bauvorhaben ist zwischenzeitlich als notwendig und zuwendungsfähig anerkannt worden, ein Zuwendungsbescheid liegt aber noch nicht vor. Da aufgrund des schlechten Zustands des Autos die Einsatzfähigkeit und die Verkehrssicherheit allerdings nicht mehr weiter gewährleistet werden konnte, wurde mit Zustimmung der Gremien der Verbandsgemeinde Zell eine kurzfristige Ersatzbeschaffung vorgesehen.

Daher musste bis zur Fertigstellung des neuen Gerätehauses eine vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit gefunden werden. Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich Frau Trude Märtin danken, die uns bis zur Fertigstellung des neuen Gerätehauses Ihre Garage vermietet. 

Nach öffentlicher Ausschreibung am Jahresanfang wurde im März der Auftrag zur Lieferung des neuen Fahrzeugs an das Autohaus Hillen erteilt. Vor wenigen Tagen wurde das Fahrzeug auf Basis eines Ford-Transit ausgeliefert, es hat 115 PS und kann 6 Personen transportieren. Die Tragkraftspritze und die sonstigen feuerwehrtechnischen Geräte sind in einem Kofferaufbau, welcher über Rollläden an drei Seiten zugänglich ist, untergebracht. Außerdem ist das Fahrzeug mit einer Anhängerkupplung versehen, um auch einen Anhänger mit Rettungsboot ziehen zu können.

Herzlichen Dank an das Autohaus Hillen für die sehr gute und einwandfreie Abwicklung. Der Aufbau wurde von der  ADIK-Fahrzeugbau in Mudersbach gefertigt. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) kostete komplett rund 38.800 €, neben der Landeszuwendung von 16.000 € steuerte die Feuerwehr Merl bzw. deren Kameradschaftsverein einen Kostenanteil von 3.100 € bei für zusätzliche Ausstattungen.

Mein herzlicher Dank gilt Allen, welche zur Beschaffung des Fahrzeuges beigetragen haben. Insbesondere natürlich den Vertretern des Verbandsgemeinderates und des Brandschutzausschusses der Verbandsgemeinde  für die Bewilligung der Haushaltsmittel.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich aber auch ganz herzlich bei allen Feuerwehrleuten bedanken, durch deren unermüdliches Engagement die Sicherheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Verbandsgemeinde mit gewährleistet ist.

Als verantwortliche Kommune können wir nur die Gelder, die Fahrzeuge und Ausstattung für die Feuerwehren bereitstellen. Das ist unsere Aufgabe, der wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch gerne nachkommen! Sie, liebe Feuerwehrkameraden, investieren aber im Laufe eines Jahres ungezählte Stunden, sei es im Rahmen der Ausbildung, bei Übungen aber letztlich auch bei Einsätzen, um Leben und Gesundheit sowie die materiellen Sachwerte unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Dem gebührt gerade in der heutigen Zeit, in dem das ehrenamtliche Engagement nicht mehr so selbstverständlich ist, ein ganz besonderes Danke - Schön.

Abschließend wünsche ich mir, dass dieses Fahrzeug bei allen Vorteilen und Verbesserungen die es mit sich bringt, letztendlich doch nur bei Übungen eingesetzt wird. Und wenn das Fahrzeuge dann doch auch im Schadensfall unterwegs ist, sollen sie unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern gute und fachliche Hilfe bringen und die Feuerwehrleute schnell zur Einsatzstelle und – ich denke, das ganz besonders wichtig - gesund wieder nach Hause bringen.

Deshalb ist es für uns auch ein wichtiges Anliegen, dieses neue Feuerwehrfahrzeug anlässlich seiner offiziellen In-Dienst-Stellung segnen zu lassen. In diesem Sinne wünsche ich der Feuerwehr Merl viel Glück und darf das Fahrzeug jetzt auch offiziell dem  Wehrführer übergeben.
 
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