Verbandsgemeinde Zell
Grußwort zum Start der IGS in Zell PDF Drucken E-Mail

Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon

Zum offiziellen Start der Integrierten Gesamtschule in Zell

am Samstag, den 06. September 2008 um 11 Uhr im Schulzentrum in Zell

 

Ich freue mich, der neuen Integrierten Gesamtschule Zell und damit der ganzen Schulfamilie aus Kindern, Lehrerkollegium und natürlich auch Eltern die herzlichen Grüße und Glückwünsche der Gremien der Verbandsgemeinde Zell zum heutigen offiziellen Start der IGS überbringen zu können.

 

Demographische Entwicklung, Schulstrukturreform, Realschule Plus, mit und ohne -, Schulentwicklungsplan …, die Zeitungen stehen voll! Nichts ist so beständig wie der Wandel! In die Schullandschaft ist Bewegung gekommen und wir wissen noch nicht, wo die Reise uns letztendlich mit unseren Schulen im Landkreis Cochem-Zell und speziell in unserer Verbandsgemeinde hinführen wird.

 

In Zell sind wir in der schulischen Entwicklung einen wesentlichen Schritt weiter: Wir haben uns hier im Schulzentrum frühzeitig auf den Weg gemacht und nach intensiver Diskussion und Entscheidungsfindung, aber auch nach engagierter Vorbereitung durch die Planungsgruppe, hat die IGS nach den Sommerferien ihre Arbeit aufgenommen.Damit hat – ich denke, dies kann man durchaus sagen -  eine neue, eine gute Ära für den Schulstandort Zell begonnen.

 

Wir sind damit hier im Schulzentrum nicht getriebene einer Entwicklung, sondern haben die Entwicklung selbst angestoßen und den Weg und das Ziel selbst bestimmt. Seit vielen Jahren schließlich bemühen sich die Verbandsgemeinde Zell und der Landkreis Cochem-Zell gemeinsam um eine Verbesserung der schulischen Situation hier in Zell.

 

Wie allerorts haben wir hier in Zell die Probleme der Hauptschule zur Kenntnis nehmen müssen, gleichzeitig jedoch auch den jahrzehntelangen Wunsch nach dem Abitur in Zell vor uns hergetragen. Rund 400 Schüler aus der Verbandsgemeinde Zell pendeln nach außen – dies machten den Handlungsbedarf in der Vergangenheit deutlich – diese Zahl unterstreicht jedoch gleichzeitig auch, in welche Richtung wir auch künftig arbeiten müssen, um diese Kinder oder ein Großteil von ihnen in unsere Schulen zu integrieren.

 

Wirtschaftsgymnasium, berufliches Gymnasium,  gemeinsame Orientierungsstufe sind erfolglose Initiativen aus der Vergangenheit. Auch die IGS wurde in den 90er Jahren heftig diskutiert; eine Elterninitiative bildete sich; ich erinnere mich noch gut an manche, auch sehr energische Diskussion, die wir in den kommunalen Gremien geführt haben und die auch ihren öffentlichen Widerhall in den Medien gefunden haben. Aber es blieb alles beim Alten: nur die Schülerzahlen wurden kleiner – und die Probleme größer.

 

Vor diesem Hintergrund bin ich Frau Dr. Ebenig als Rektorin der Realschule Zell für ihren Anstoß, erneut über eine IGS nachzudenken, sehr dankbar.Keine neue Idee – aber ein durchaus zukunftsträchtiger Gedanke  für den Schulstandort Zell.

 

Dies haben dann alle politischen Kräfte so gesehen und ich bin den Gremien von Verbandsgemeinde und Landkreis sehr dankbar, dass sie sich als Schulträger gemeinsam und in großer Einmütigkeit auf diesen Weg gemacht und damit den Schulstandort Zell gestärkt haben.

 

Besonders danken möchte ich für die Verbandsgemeinde Zell Herrn Landrat a. D. Eckhard Huwer, mit dem ich wesentliche Schritte bei diesem Prozess in engster Abstimmung gemeinsam gegangen bin.

 

Dankbar bin ich aber auch den Lehrern, die        nach intensiver und ich erinnere mich noch sehr gut an eine gemeinsame Lehrerkonferenz zu Beginn des Jahres 2007 – auch sehr konträr geführter Diskussion –        diesen Weg letztlich mit gegangen und in der Vorbereitung mit viel Engagement und Herzblut die pädagogischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Start dieser Schule geschaffen haben.

 

Insbesondere gilt dies natürlich für Herrn Leusch und Frau Dr. Ebenig, welche beide sehr viel für das Zustandekommen dieser Schule geleistet haben. Herzlichen Dank Ihnen beiden für Ihren Einsatz zum Zustandekommen dieser Schule.

 

Mein Dank gilt aber auch der Elternschaft, welche großes Vertrauen in diese neue Schule setzt. Ich bin mir sicher, dass die neue IGS mit ihrer engagierten Lehrerschaft dieses Vertrauen rechtfertigen wird.

 

Dankbar bin ich auch Frau Bildungsministerin Doris Ahnen und Herrn ADD-Präsident Dr. Josef Peter Mertes für die Unterstützung und positive Begleitung, die beide diesem Projekt gewährt haben.

 

Heute freuen wir uns, die Integrierte Gesamtschule Zell Ihrer Bestimmung übergeben zu können und den Kindern der Region eine vielschichtige Schulform zu bieten.

 

So sehr ich mich natürlich über diese Weiterentwicklung des Schulstandortes Zell freue, sehe ich dies neben dem lachenden aber auch etwas mit einem weinenden Auge. Dieses Schulzentrum ist Anfang der 70er Jahre maßgeblich von der Verbandsgemeinde Zell errichtet worden, das Eigentum liegt überwiegend bei ihr und die Verbandsgemeinde war seit 1972 Schulträger der Hauptschule hier im Schulzentrum.

 

Mit der IGS, die in fünf Jahren Haupt- und Realschule komplett hier abgelöst haben wird, scheidet die Verbandsgemeinde als Schulträger hier aus. Welche Mitwirkungsmöglichkeiten uns als Kommune für unsere Schule vor Ort bleiben, wird die Zukunft zeigen.

 

Aber die Freude überwiegt. Das wichtigste an einer Schule ist, dass es eine gute Schule ist mit engagierten Lehrern, mit einem breit gefächerten hochwertigen Angebot. Dies war so und dies wird auch in Zukunft so sein. Wer Schulträger ist, spielt nicht die entscheidende Rolle.

 

In diesem Sine wünsche ich den Schülerinnen und Schüler ein schnelles und gutes Eingewöhnen an der IGS Zell und eine erfolgreiche Schulzeit. Viel Erfolg und Freude an der Arbeit wünsche ich aber auch den Lehrkräften an dieser neuen Schule und den Eltern eine gute Zeit in der Zusammenarbeit mit unserer IGS.

 

Der ganzen Schulfamilie der IGS Zell damit ein herzliches Glückauf!

 
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