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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2008 nähert sich dem Ende, Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Wir freuen uns auf ein paar entspannte Tage im Familien- und Freundeskreis. Auch lädt die ruhige Zeit zwischen den Jahren dazu ein, das ablaufende Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und voraus auf 2009 zu blicken.
Glück und Leid liegen meist nah beieinander. Einige unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mussten 2008 schwierige oder leidvolle Stunden durchleben, andere durften sich über große Erfolge und glückliche Momente freuen. 2008 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Am nachhaltigsten wirkt die internationale Banken- und Finanzkrise, die im Herbst ein seit Jahrzehnten ungekanntes Ausmaß annahm.
Beim Rückblick auf 2008 fallen sicher vielen Menschen als Erstes die herausragenden Sportereignisse ein. Fußballfieber war wieder angesagt bei der Europameisterschaft in unseren Nachbarländern - auch bei mir persönlich. Und wenn manche auch mehr erhofften, so dürfen wir mit der Vizemeisterschaft doch zufrieden sein. Schöne und zum Teil überraschende Erfolge erzielten die deutschen Sportlerinnen und Sportler auch bei den Olympischen Spielen im fernen China; aber auch selten rückte die enge Verknüpfung von Sport und Politik so in den Vordergrund wie 2008 in Peking.
In den Vereinigten Staaten haben Anfang November die Präsidentschaftswahlen stattgefunden, die noch nie so interessiert von der ganzen Welt verfolgt wurden wie in diesem Jahr. Mit dem neuen Präsidenten Barack Obama wird in den USA 2009 eine neue Ära beginnen. Er gilt nicht nur für die USA als großer Hoffnungsträger.
Auch in der Gemeindepolitik hat sich 2008 viel bewegt. Doch wir wollen und dürfen auch nicht aus dem Blick verlieren, dass der Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre auch in der Verbandsgemeinde Zell seine Wirkung zeigt. Froh stimmt mich vor allem, dass dieses Jahr viele Bürgerinnen und Bürger wieder einen Arbeitsplatz und fast alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Lehrstelle gefunden haben. Sie stehen nicht nur in Lohn und Brot, sondern haben auch eine Perspektive für ihre Zukunft gewonnen. Erfreulich ist ebenso, dass sich die Finanzlage unserer Gemeinden weiter konsolidiert hat und wir große Projekte verwirklichen beziehungsweise in die Wege leiten konnten. Sie alle bringen mehr Lebensqualität. Über diese Erfolge dürfen wir uns freuen.
Doch angesichts der nachlassenden Konjunktur liegen weitere Anstrengungen vor uns, um die Verbandsgemeinde Zell gut zu positionieren. Und eine ganze Reihe von Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, blickt eher skeptisch in die Zukunft. Sie machen sich Sorgen angesichts der steigenden Preise für Lebensmittel und Energie; Sie fragen sich, ob sie Ihren Lebensstandard für sich oder Ihre Kinder noch werden halten können.
Was hier zu tun ist, was die Politik für unser Land richten kann und soll, darüber wird im kommenden Jahr viel debattiert und gerungen werden. Denn 2009 wird ein Superwahljahr; neben der Wahl zum Bundestag und zum Europaparlament stehen bei uns auch die Kommunalwahlen an.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich möchte bereits jetzt an Sie appellieren: Gehen Sie zur Wahl, nutzen Sie Ihr Recht, über den künftigen Weg mitzubestimmen, bringen Sie sich ein. In den anstehenden Wahlen geht es um genau die Fragen, die Sie bedrängen. Zur Abstimmung stehen die Konzepte für die kommenden Jahre: die Weiterentwicklung unserer Gemeinden, Programme für Arbeitsmarkt und Wirtschaft, für Energie und Bildung, um nur einige wichtige Themen zu nennen.
Aber die Gestaltung dieser Fragen und unseres örtlichen Gemeinwesens ist etwas, das man nicht nur anderen überlassen sollte. Bringen Sie sich und Ihre Ideen mit ein! Ich möchte Sie daher ermuntern, sich selbst in Ihrem Gemeinderat oder im Stadtrat, im Verbandsgemeinderat oder im Kreistag zu engagieren. Die Parteien und Wählergruppen werden in absehbarer Zeit ihre Bewerberlisten für die Kommunalwahl aufstellen und freuen sich über jede Frau und jeden Mann, die in den kommunalen Parlamenten mitwirken möchten. Machen Sie mit - sind Sie dabei, wenn es um die Zukunftsgestaltung unserer Heimat geht!
Gerade an Feiertagen gehen unsere Gedanken aber auch zu den Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und den Soldaten, die im Ausland Dienst tun. Unter ihnen befinden sich auch einige Bürgerinnen und Bürger unserer Verbandsgemeinde, denen ich an dieser Stelle für ihre Einsatzbereitschaft vielmals danken möchte. Sie leisten eine wertvolle Arbeit, oft allerdings unter für sie höchst gefahrvollen Bedingungen. Auch in diesem Jahr mussten wir erleben, dass Deutsche in Afghanistan Opfer von Anschlägen und Entführungen wurden.
Bei den vielen negativen Nachrichten, die uns Tag für Tag erreichen, gehen die positiven Meldungen leicht verloren. Aber auch sie gibt es. Nicht nur im Sport. Unsere Verbandsgemeinde, unsere Gemeinden und die Stadt Zell, unser Land, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sie stehen besser da, als es manchmal dargestellt wird; viele Menschen tun viel, damit es aufwärts geht und unser Umfeld mehr Lebensqualität gewinnt.
Schon dieses Engagement allein ist eine positive Nachricht. Denn das, was wir vor Ort erreicht haben, in diesem Jahr und den Jahren zuvor, das beruht ganz entscheidend auf der Tatkraft, der Initiative und der Kreativität der Menschen, die hier wohnen und wirken.
Es gibt viel Engagement in unserer Verbandsgemeinde. und dafür möchte ich zum Jahresabschluss ganz herzlich danken. Ihr Handeln, liebe Bürgerinnen und Bürger, ist unverzichtbar. Denn eine Kommune ist nicht bloß ein Wirtschaftsstandort. Eine Kommune ist viel mehr, sie ist eine Bürgergemeinschaft, in der das Miteinander zählt.
Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich schöne geruhsame Feiertage und alles Gute für das neue Jahr.
Ihr
Karl Heinz Simon
Bürgermeister er Verbandsgemeinde Zell (Mosel)
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