Verbandsgemeinde Zell
Verbandsgemeinderat - Jahresabschluss Abwasserwerk für das Wirtschaftsjahr 20067 PDF Drucken E-Mail
Redebeitrag Bürgermeister Karl Heinz Simon
Zu TOP 05 der Verbandsgemeinderatssitzung am 18.02.2009
Jahresabschluss Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) für das Jahr 2007

Neben der Beschlussvorlage liegt Ihnen der Lagebericht der Werkleitung sowie ein Auszug aus dem Prüfungsbericht von Dornbach und Partner vor. Wie Sie dem Prüfungsbericht entnehmen können, ist der Jahresabschluss ordnungsgemäß, d. h. unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, erstellt worden.

Ein Novum für diesen Rat ist es, dass der Bericht erstmals seit 13 Jahren wieder einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk enthält und damit die langjährige und vom Rat immer wieder bestätigte Praxis unseres Werkes, die Verrechnungsbeträge der Abwasserabgabe nicht dem Eigenkapital zuzuführen, von unserer neuen Prüfungsgesellschaft sowohl dem Grunde nach als auch wegen der Geringfügigkeit des Betrages als ordnungsgemäß betrachtet wird. Für unseren Werkleiter vermittelt der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk sicherlich ein ganz neues Gefühl! Der Ihnen vorliegende Prüfungsbericht ist in Anfang Januar im Werkausschuss eingehend vom Vertreter des Prüfungsinstitutes erläutert und mit diesem durchgesprochen worden.

Die Bilanzsumme des Werkes hat sich im Jahr 2007 auf jetzt 44.149.673,47 €  reduziert. Die Eigenkapitalquote des Werkes liegt bei 42,7% . Damit hat das Werk  eine zufriedenstellende Eigenkapital-Ausstattung! Bei vergleichbaren Unternehmen, so immer wieder die Aussage der Prüfer ist eine „Eigenkapital-Ausstattung von 30 - 40 % wünschenswert!“

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Werkes weist einen geringen Jahresgewinn in Höhe von rd. 6 T € aus – also eine Punktlandung. Der Liquiditätsüberschuss liegt bei rd. 117 T €. Darauf hinweisen möchte ich, daß sich die Schmutzwassergebühren durch erneut deutlich zurückgehende Schmutzwassermengen um 22 T € reduzieren. Lagen die Erlöse aus der Schmutzwassergebühr 2003 noch bei 1.710.456 €,  gehen sie im Jahr 2007  auf 1.512.567 € bei in diesem Zeitraum gleichbleibender Schmutzwassergebühr, nämlich 1,95 €  je m³, zurück! Also rd. 200.000 € niedrigere Erträge durch zurückgehende Schmutzwassermengen. Ein Problem!

Denn während die gebührenpflichtigen Schmutzwassermengen ständig zurückgehen, bleiben die Fixkosten unverändert bzw. erhöhen sich durch die Abschreibungen und Zinsen für die neuen Abwasseranlagen. Auch die Betriebskosten steigen an durch die Entwicklung der Personal- und Energiekosten sowie der Klärschlammentsorgung. Dies macht deutlich, daß die Einführung des WKB Schmutzwasser zwar eine unpopuläre und auch äusserst verwaltungsaufwändige, dennoch aber  richtige und zukunftsweisende Entscheidung gewesen ist.

Wir stellen gleichzeitig fest, dass – damals waren wir eine der ersten Verbandsgemeinden, die sich für diesen Weg entscheiden haben -  uns zwischenzeitlich jedoch eine ganze Reihe von Trägern der Abwasserbeseitigung gefolgt sind und den WKB SW eingeführt haben.

Rechtlich hat er sich zwischenzeitlich auch bei uns durchgesetzt. Die in den ersten zwei Jahren doch zahlreichen Widerspruchsverfahren gegen den WKB an sich sind zwischenzeitlich ausnahmslos zu Gunsten des Werkes erledigt worden.

Ich darf den von Werkleitung und Werk- und Hauptausschuss empfohlenen Beschlussvorschlag zur Diskussion stellen und fragen, ob das Wort gewünscht wird.
 
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