Verbandsgemeinde Zell
Gründung der Jugendfeuerwehr Zell-Merl PDF Drucken E-Mail

Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon zur Gründung der Jugendfeuerwehr Merl am 02. Mai 2009

Ich freue mich sehr, dass nun auch hier in Merl eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen wird. Diese Gründung spricht, wie ich finde, sowohl für unsere Jugend wie für unsere Feuerwehr hier in Merl. Und deshalb möchte ich als Erstes allen danken, die daran beteiligt waren und sind. Und vor allem sind hier selbstverständlich die Jungen und Mädchen zu nennen, die die Idee mit Begeisterung aufgegriffen haben.

Deren große Anzahl – 16 Jungen und Mädchen, das ist ein viel versprechender Anfang. Diese Jungen und Mädchen sind bereit, sich zu engagieren und mit ihrer Freizeit etwas Sinnvolles anzufangen. Sie wollen etwas tun und nicht nur passiv konsumieren. Sie wollen lernen, wie sie helfen können.

Deshalb üben die Jugendfeuerwehren die elementaren Handgriffe, die alle Feuerwehrleute beherrschen müssen. Dabei erfahren sie schnell, dass sich all die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr nur gut bewältigen lassen, wenn sich jeder auf den anderen verlassen kann und wenn man ein wirkliches Team ist. Worauf es auch ankommt, ist umsichtige Hilfe. Eine Hilfe, die keine unnötigen Risiken eingeht, eine Hilfe, die darauf beruht, die Lage einschätzen zu können und zu wissen, wie man Abhilfe schafft.

Und auch das lernt man bei der Jugendfeuerwehr. Und zwar für ganz unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Löscheinsatz ist längst nicht mehr die einzige Aufgabe der Feuerwehr. Hilfsdienste in vielerlei Notlagen oder bei uns an der Mosel der Einsatz bei Hochwasser sind dazugekommen. Oft genug – immerhin 220 bis 250 Einsätze hat die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zell im Jahr – muss auch der Nachwuchs mit ran und muss sich dabei auch bewähren.  Das macht unschwer deutlich, wie unverzichtbar die Feuerwehr für jede Gesellschaft ist.

Wir, die Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Zell sind auf unsere Feuerwehr angewiesen. Und deshalb ist es auch so wichtig, sich frühzeitig um den Nachwuchs zu kümmern. Die demographische Entwicklung macht auch vor uns nicht halt und das Freizeitangebot für Jugendliche, insbesondere daheim vorm Fernseher oder Computer, ist für uns eine große Konkurrenz.

Mit der Gründung der Jugendfeuerwehr wird das Bemühen um den Nachwuchs hier in Merl auf eine neue, eine bessere Basis gestellt. Gerade weil die Feuerwehrarbeit so anspruchsvoll geworden ist, kann mit dem Üben und der gründlichen Schulung nicht früh genug begonnen werden.

Und wir Erwachsene erkennen auch: Jugendliche möchten auch heute mit ihrer Zeit etwas Sinnvolles anfangen. Die Jugend von heute ist längst nicht so ichbezogen oder konsumorientiert, wie oft unterstellt wird. Das beweisen nicht zuletzt die Jungen und Mädchen, die jetzt die Merler Jugendfeuerwehr gründen. Sie nehmen die oft nur plakativ vorgetragenen Werte unserer Gesellschaft wie Solidarität oder Gerechtigkeit ernst und engagieren sich.

Sie machen sicherlich die Erfahrung, dass es einem auch etwas bringt, aktiv zu werden. Denn alle, die sich einsetzen, merken schnell, dass sie nicht nur viele neue Qualifikationen erwerben, sondern dass das Engagement auch Spaß macht. Es macht Spaß, Aufgaben zu bewältigen und mit der Gruppe weiterzukommen.

Unsere neue Jugendfeuerwehr ist hoch motiviert, und deshalb bin ich sicher, dass aus ihr eine Truppe wird, die zusammenhält und vieles auf die Beine stellt. Die Unterstützung der Alten, der Freiwilligen Feuerwehr ist ihr jedenfalls sicher. Ich wünsche den Jugendlichen viel Spaß bei den kommenden Treffen und alles Gute für die nächsten Jahre.

 

 
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