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Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
am 09. 06. 2001 anlässlich Schuljubiläum GHS Blankenrath
Es gehört zu den angenehmen Aufgaben meines Amtes, anlässlich des Jubiläums der
GHS Blankenrath hier ein Grußwort zu sprechen.
Die GHS Blankenrath, welche 1976 an dieser Stelle errichtet wurde, hat sich seitdem aus
der Sicht des Schulträgers erfolgreich und kontinuierlich weiterentwickelt und einen festen,
je einen guten, Platz in der Bildungslandschaft unserer Verbandsgemeinde erworben. Und
das allein ist grundsätzlich wert, einerseits dankbar zurückzublicken und anderseits einen
optimistischen und hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu richten.
Als mich Rektor Huwer gebeten hat, heute aus Anlass des 25jährigen Jubiläums der
Grund- und Hauptschule Blankenrath ein Grußwort zu sprechen, habe ich daher sehr
gerne zugesagt. So freue ich mich, Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler, sowie Ihnen
verehrte Lehrpersonen, zu diesem Jubiläum die Grüße und Glückwünsche der
Bevölkerung der Verbandsgemeinde Zell zu übermitteln. Ich überbringe diese
Glückwunsche jedoch auch im Namen der Mitglieder des Verbandsgemeinderates sowie
gratuliere auch ganz besonders auch in eigenem Namen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Grund- und Hauptschule Blankenrath kann
anlässlich ihres Jubiläums auf 25 Jahre erfolgreiche Bildungsarbeit zurückblicken.
Diese Arbeit geschah unter nicht immer leichten Bedingungen. Auch in der Gegenwart
sind die Bedingungen schulischer Arbeit nicht einfacher geworden. Es haben sich eine
Fülle neuer Erwartungen an die Schulen von heute ergeben.
Eltern fragen verstärkt, ob die Schule, der sie ihre Kinder anvertraut haben, diese auch
wirklich bestmöglich zu fördern vermag. Internationale Vergleichsstudien haben den
Schulen in Deutschland nicht nur gute Noten erteilt. Lehrerinnen und Lehrer klagen über
veränderte Grundhaltungen bei ihren Schülerinnen und Schülern, die das Unterrichten
erschweren.
Weiteres könnte aufgeführt werden, die Medien fassen die allgemeinen Klagen gern
schlagwortartig zusammen: Unsere Schulen in der Krise?
Vieles wird hier gewiss zu pauschal diskutiert, deshalb stellt sich so schnell ein klagender,
je nach Gegenüber auch anklagender Ton ein.
Festzustellen ist jedoch, dass unsere Schulen heute unter stark veränderten
Rahmenbedingungen ihre Unterrichtsarbeit erledigen müssen. Das schafft Unsicherheiten
bei allen Beteiligten. Es ist nicht mehr für alle unbestritten, was in der Schule vermittelt
werden soll.
Ebenso wenig bleibt unhinterfragt, wie es vermittelt werden muss. Die Qualität schulischer
Arbeit ist einem beständigen Reflexionsprozess ausgesetzt. Diese Feststellung trifft heute
mehr zu den je!
Mein Amtsvorgänger, Landrat Eckhard Huwer, hat anlässlich der offiziellen Einweihung
der GHS Blankenrath am 27. Mai 1977 den Wunsch ausgedrückt, dass an dieser Schule
immer Lehrer wirken mögen, welche, die ihre Aufgabe nicht nur in der reinen
Wissensvermittlung sehen, sondern darüber hinaus auch in der wirklichen Erziehung der
ihnen anvertrauten Schüler zu guten Staatsbürgern.
Ich glaube, heute nach 25 Jahren kann man der GHS Blankenrath bestätigen, dass dieser
Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Dafür danke ich den engagierten Lehrkräften an dieser
Schule.
Einen besonderen Dank und meine Anerkennung möchte ich der Schule für ihr
kontinuierliches Engagement und ihren Einsatz im Fach Arbeitslehre aussprechen. Dieser
Tage hatte ich erstmals Gelegenheit, mich von diesen Arbeiten zu überzeugen. Die
Erfolge auf regionaler und auf Landesebene im Arbeitslehrewettbewerb der Schulen
sprechen Bände und unterstreichen dieses positive Engagement, welches die Schule
auszeichnet.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
wenn man sich näher mit der Grund- und Hauptschule Blankenrath befasst, wird man
auch feststellen, dass diese Schule zwar 25 Jahre alt geworden, aber dennoch jung
geblieben ist. Sie setzt sich immer wieder neue Ziele und entwickelt Perspektiven.
Die Grund- und Hauptschule Blankenrath steht in dieser Form heute an einem
Scheitelpunkt: Vor einigen Wochen hat die Schulbehörde die Organisationsverfügungen
erlassen, mit welcher ab dem 01. August diesen Jahres die Hauptschule schrittweise
aufgelöst und gleichzeitig die Regionale Schule gebildet wird.
Mit diesem wohnortnahen und integrierten Bildungsangebot von Haupt- und Realschule
wird sich das pädagogische Angebot hier in Blankenrath weiter verbessern. Doch nicht nur
organisatorisch stehen wir vor erheblichen Veränderungen an dieser Schule. Auch im
baulichen Sektor steht in naher Zukunft einiges an:
Bereits für dieses Jahr haben das Land Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinderat die
finanziellen Mittel bewilligt, um die Schule um eine weitere Sporthalle zu erweitern. Rund 2
Mio. sind hierfür veranschlagt. Hierdurch wird die Schule in die Lage versetzt, in
ausreichendem Maße Sportunterricht zu erteilen.
Gleichzeitig laufen auch schon die Planungen, das Schulgebäude zu erweitern und damit
anzupassen an gestiegene Schülerzahlen und die fachlichen Voraussetzungen, welche an
die Regionale Schule geknüpft sind.
Dazu gehören zusätzliche Klassenräume sowie auch Fachräume. Ich habe die Hoffnung,
dass wir auch hier alsbald die planungsmäßigen und finanziellen Voraussetzungen für den
Baubeginn schaffen und die Schule an den künftigen Bedarf anpassen können.
Ich bin davon überzeugt, dass die GHS Blankenrath ihren pädagogischen Stellenwert im
Zeller Land künftig behaupten und noch weiter ausbauen wird, dass sie weiter ihre
Aufgabe erfüllen wird - in der Tradition der zurückliegenden 25 Jahre und in der
Verantwortung für die Zukunft der ihr jetzt und künftig anvertrauten Schülerinnen und
Schüler.
Der GHS Blankenrath sowie allen in, mit und an ihr lebenden und arbeitenden Menschen
gratuliere ich zum Schuljubiläum und wünsche von Herzen Glück, Erfolg und Gottes
Segen für die vor uns liegende Zeit.
In diesem Sinne alles Gute für die Grund- und Hauptschule Blankenrath und für Alle, die
dieses Gebilde Schule mit Leben erfüllen!
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