Verbandsgemeinde Zell
Grußwort Eröffnung Jugendbildungszentrum Marienburg PDF Drucken E-Mail


Grußwort Bürgermeister Karl Heinz Simon
am 24. Mai 2001 anlässlich der Eröffnung des Jugendbildungszentrums Marienburg

Wenn ich Ihnen die Grüße und die Glückwünsche der Bevölkerung der
Verbandsgemeinde Zell zur Eröffnung des Jugendbildungszentrums Marienburg und zur
Marienburger Kirmes überbringe, dann tue ich dies stellvertretend auch für die hier
anwesenden Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden sowie der Stadt Zell.
Die Gemeinden und die Bevölkerung der Verbandsgemeinde Zell (Mosel), insbesondere
jedoch die der Gemeinden des Zeller Hamms, welcher die Marienburg umschließt, haben
seit je her eine besondere Beziehung zur Marienburg, zu ihrer Marienburg. War die
Marienburg in früheren Zeiten auch die Pfarrkirche der umliegenden Gemeinden Zell,
Kaimt, Merl, Briedel und Pünderich, so hat sich diese Beziehung später auch als
Wallfahrtskirche für diese Orte fortgesetzt.
Die Marienburg war damit ein wichtiger Bezugspunkt für die Menschen und diese
besondere Beziehung hat sich bis heute fortgesetzt und dokumentiert sich heute unter
anderem in der Unterstützung durch die Gemeinden bei der alljährlichen Marienburger
Kirmes am Feiertag Christi Himmelfahrt. Leider ist diese Tradition im vergangenen Jahr
zum Erliegen gekommen.
Ausdrücklich begrüßen möchte ich jedoch, sehr geehrter Herr Schatz, dass die
Marienburger Kirmes in diesem Jahr wieder stattfindet und damit ihre Renaissance erlebt.
Die Marienburg wird damit sicherlich erneut Treffpunkt der Menschen aus der Umgebung
und mit der neuen Konzeption wird sicherlich auch die Jugend verstärkt den Weg heute
hierhin finden. Dass die umliegenden Gemeinden auch in diesem Jahr und in Zukunft ihre
Unterstützung bei der Marienburger Kirmes gewähren, ist, und da spreche ich auch für alle
Ortsbürgermeister, eine Selbstverständlichkeit.
Anrede,
Die Marienburg hat aber auch aufgrund ihrer Funktion in den letzten fünf Jahrzehnten als
Jugendbildungsstätte des Bistums Trier eine besondere Bedeutung für die Region und
damit weit über das Zeller Land hinaus.
Nach der feierlichen Einweihung der Marienburg als „Jugendburg“ im Juni 1952 durch den
damaligen Bischof Matthias Wehr und dem in den Folgejahren vorgenommenen


Wiederaufbau der durch die französischen Revolutionstruppen zerstörten Kirche hat sich
die Jugendbildungsstätte Marienburg zu einem wirklichen Zentrum für die kirchliche
Jugendbildungsarbeit im Bistum Trier entwickelt. Diese Arbeit soll nunmehr mit neuen
Konzepten fortgesetzt werden.
Anrede,
„Wer an der Jugend spart, kann sich die Zukunft sparen!“ So hat Regionaljugendpfarrer
Joachim Keil bei seiner Einführung vor vier Jahren hier an gleicher Stelle gesagt.
Zutreffende Worte, welche ich auch aus meiner Sicht nur unterstreichen kann.
Jugendarbeit ist auch für mich eine ganz besonders wichtige Aufgabe, gerade in heutiger
Zeit.
Ich freue mich daher, dass das Bistum Trier auch heute noch, in Zeiten knapper
finanzieller Ressourcen, sich mit seinen drei Jugendbildungszentren der wichtigen
Aufgabe der Fortbildung von jungen Menschen widmet und mit dem
Jugendbildungszentrum hier auf der Marienburg, also an landschaftlich schönster Stelle
an der Mittelmosel, eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllt.
Damit investiert das Bistum Trier auch weiterhin Kapital für eine gute, für eine
zukunftsweisende Sache. Kapital, das sich, da bin ich mir sehr sicher, hervorragend
amortisieren wird. Sicherlich nicht amortisieren im herkömmlichen Sinne von Verzinsung;
sondern Amortisation durch die Fortbildung von jungen Menschen, in dem diese fit
gemacht werden für ihre künftige Aufgabe in Beruf und Gesellschaft.
Mit der vorgesehenen Schwerpunkt der Vorbereitung von Jugendlichen auf ihr künftiges
Arbeitsleben werden hier auf der Marienburg sicherlich Akzente gesetzt. Dass dabei auch
der kreative Teil nicht zu kurz kommen darf, versteht sich von selbst. Die geplante
Jugendkulturwoche mit Theateraufführungen, Chormusik, Musicals oder Videofilmprojekte
ist eine begrüßenswerte Idee, bei der ich mir eine Zusammenarbeit durchaus vorstellen
könnte.
Ich wünsche den Verantwortlichen des Jugendbildungszentrums Marienburg bei Ihrem
Projekt alles Gute, viel Erfolg bei den gestellten Aufgaben und eine gute Zukunft für
unsere Marienburg!

 
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