Tagung der Fluglärmkommission beim Taktischen Luftwaffengeschwader 33

BUZ: Gruppenfoto aller Teilnehmer der Fluglärmkommission 2017

BUZ: Gruppenfoto aller Teilnehmer der Fluglärmkommission 2017

 


Wir haben nichts zu verbergen“


Der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, Oberst Holger Radmann, begrüßte am 13. November die Bürgermeister der den Fliegerhorst umgebenden Kommunen sowie Vertreter der Landesregierung zur jährlichen Fluglärmkommission. 

Im Rahmen dieser Veranstaltung informierte er die Teilnehmer über den im Jahr 2017 durchgeführten Flugbetrieb. Gleichzeitig warb er um Verständnis der Bürger: „Militärflugbetrieb ist laut, aber wir haben einen Auftrag.“ Um die Einsatzaufträge erfüllen zu können sind auch in der Heimat ausreichend Übungsmöglichkeiten essentiell.

In detaillierten Vorträgen gaben sowohl der Kommandeur der Fliegenden Gruppe, Oberstleutnant Christian Paust, als auch Hauptmann Matthias Weis als erfahrener Flugverkehrskontrolloffizier Einblicke in das Flugaufkommen des laufenden Jahres. 2017 werden voraussichtlich 3200 Stunden geflogen, so wenig wie nie zuvor. Die Ausfallgründe sind vielfältig. Vor allem das Wetter, die Einsatzverpflichtungen und die Übungsteilnahme an anderen Flugplätzen oder im Ausland führten zu Einschränkungen.

Am 20. Dezember wird der Flugbetrieb für das Jahr 2017 eingestellt. Eine Wiederaufnahme ist Anfang Januar 2018 geplant, ein genaues Datum jedoch noch nicht beschlossen.

Zu Gast war auch ein Vertreter der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr in Köln. Er konnte eindrucksvoll vorstellen, wie sich das Flugaufkommen rund um die Region Eifel, Hunsrück und Mosel gestaltet. Jeder Pilot ist mit seinem Flugzeug eindeutig zu identifizieren und jede Flugbewegungen kann nachvollzogen werden. Dies wurde durch den Kommodore in seinen Abschlussbemerkungen nochmals unterstrichen: „Wir haben nichts zu verbergen“, so Oberst Radmann.

Auch für das kommende Jahr plant das Taktische Luftwaffengeschwader 33 mit einer ähnlichen Anzahl an Flugstunden am Standort wie in diesem Jahr, ist dabei aber stets bemüht, auch im Jahr 2018 die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Viele Übungsflüge werden außerhalb des Platzes in Deutschland oder im Ausland durchgeführt und es ist geplant, an Brückentagen den Flugbetrieb ruhen zu lassen.

Die Fluglärmkommission ist eine sehr gute Plattform zum Informationsaustausch, betonte Oberst Radmann. Sie fördert die Kommunikation zwischen dem Geschwader und den vom Fluglärm betroffenen Bürgern der Region. Natürlich wünscht er sich als Kommodore mehr Flugstunden, um das Personal für etwaige Aufträge bestens ausbilden zu können und ergänzte: „Wir haben einen Auftrag zu erfüllen, Sie haben die Verantwortung gegenüber Ihren Bürgern. Nur im Dialog kann an Verbesserungen gearbeitet werden.“ Der Verband ist bestrebt, auch bei künftigen Flugplanungen weiterhin Rücksicht auf die Anliegen der Gemeinden in der Umgebung zu nehmen. Bei Problemen stehen die Ansprechpartner des Geschwaders jederzeit zur Verfügung. Jeder Bürger kann sich aber auch direkt bei Fragen oder Beschwerden an die extra hierfür geschaffene Hotline (0800 8620730) der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr wenden.