Der Hunsrück

Kindertagesstätten

Erster Spatenstich zur Erweiterung Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Blankenrath


Zum Start konnte Karl Heinz Simon, Verbandsvorsteher des Kindergarten Zweckverbandes Blankenrath, neben Kindern, Vertretern der Eltern und der Mitarbeiterinnen auch die Ortsbürgermeister der zum Zweckverband gehörenden Gemeinden, die Planer, Vertreter des Bauunternehmens, des Kreisjugendamtes sowie der Verbandsgemeindeverwaltung an der Baustelle begrüßen.

Mitarbeiterinnen, Eltern und Kinder bat er um Verständnis, dass die Baumaßnahme unweigerlich mit Beeinträchtigungen für den täglichen Betrieb verbunden sei. Dafür freue man sich gemeinsam auf die Fertigstellung der neuen Räume.

In seiner Ansprache würdigte Simon besonders das Engagement der Ortsgemeinden Blankenrath, Panzweiler, Walhausen, Schauren, Tellig, Grenderich, Moritzheim, Hesweiler, Haserich und Reidenhausen und dankte den Gemeinderäten, dass Sie sich der wichtigen Aufgabe der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze stellen!

Als das Gebäude in den 90er Jahren errichtet wurde, war es als klassischer Kindergarten in Teilzeitform für drei- bis sechsjährige konzipiert. Seitdem habe sich, betonte Simon, die Aufgabenstellung deutlich gewandelt und erweitert. Ganztagsbetreuung, Mittagessen, Aufnahme jüngerer Kinder, Schlafmöglichkeiten für die Kleinsten – mit zurückgehenden Kinderzahlen seien in der Vergangenheit stets Lösungen im Bestand machbar gewesen. Aktuell wieder ansteigende Kinderzahlen seien jedoch eine neue Herausforderung.

Dies sei jedoch eine sehr erfreuliche Nachricht für die Gemeinden. Um die Nachfrage an Betreuungsplätzen für die folgenden Jahre zu decken, aber auch um die starke Belegungssituation in beiden Kitas in Blankenrath dauerhaft zu entzerren sowie kleinere Gruppen bei den Jüngsten bilden zu können, geht die Bedarfsplanung des Jugendamtes von einem Gesamt-Raumbedarf für 10 Gruppen und damit zwei neuen Gruppen mit insgesamt zusätzlichen 30 Plätzen für den Kindergartenbezirk Blankenrath aus.

In einer Machbarkeitsstudie hatte die Verbandsgemeinde Zell als Betriebsträger gemeinsam mit dem örtlichen Architekten Jürgen Schuh mehrere Varianten untersucht. Schnell zeigte sich, dass die Erweiterung der bislang dreigruppigen Kita „Pusteblume“ um die notwendigen Räume die sinnvollste und auch wirtschaftlichste Variante ist. Dem stimmten die zehn Ortsgemeinden zu und beschlossen die Erweiterung.

Die Planung sieht vor, durch einen eingeschossigen Anbau im unmittelbaren Anschluss an die bestehende Kita und bauliche Maßnahmen im Bestand die notwendigen Räumlichkeiten zu schaffen. Zugrunde liegt hier ein neues Raumkonzept, welches die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. In Verbindung mit dem geplanten Nahwärmenetz Blankenrath ist auch vorgesehen, im Interesse des Klimaschutzes mit dem Gebäude einen höheren Effizienzwert zu erfüllen.

Unter Berücksichtigung der allgemeinen Baupreissteigerungen ist das Projekt aktuell mit 1,5 Mio. Euro kalkuliert. Zur Finanzierung tragen das Land Rheinland-Pfalz mit 300 T€, die KfW-Bank mit 114 T€ und der Landkreis Cochem-Zell mit 206 T€ bei.

Den finanziellen Löwenanteil tragen die zehn zum Zweckverband gehörenden Ortsgemeinden. „Dies ist eine wahrlich mehr als stolze Summe, die aufzubringen unseren Gemeinden durchaus nicht leichtfällt und die für alle eine Herausforderung darstellt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erst vor wenigen Jahren die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ für eine runde Million Euro generalsaniert werden musste. Das fällt uns aufgrund der finanziellen Lage unserer bis auf Blankenrath doch recht kleinen Gemeinden schwer, sehr schwer“, bemerkte Simon.

Er stellte aber auch klar, dass man sich seitens der Gemeinden doch gerne der Herausforderung stelle. Simon bezeichnete den bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesstätten-Infrastruktur mit passgenauen Betreuungsangeboten aktuell als eine der großen kommunalen Herausforderungen. „Mit dem zusätzlichen Angebot an Betreuungsplätzen und der Aufwertung des Bestandes unterstreichen die zehn Ortsgemeinden unseres Zweckverbandes, dass sie kinder- und familienfreundliche Orte sind, in denen junge Familien eine Perspektive haben. Man nimmt es in den Gemeinden sehr ernst, Kinder zu fördern und Eltern dabei zu unterstützen, Beruf und Familie zu verbinden. Den Gemeinden ist bewusst, dass ein gutes Betreuungsangebot für jede Gemeinde längst zum Standortfaktor geworden ist. Die Mittel, die die Gemeinden hier aufbringen, sind daher gut angelegt und sie sichern deren Zukunft.“

Auch die Kinder griffen nach einer kurzen Vorführung anschließend gemeinsam mit den Erwachsenen zum Spielzeugspaten und -Bagger und packten mit an.