Nachlese: Unterwegs mit 50Aktiv - Fahrt zum Mittelaltermarkt in Siegburg

 


"Siegburg feiert den Weihnachtsmarkt anders" - so beginnen eine Vielzahl von Presseartikeln über den mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit in Siegburg. Schon seit 1992 zählt das Motto „Mittelalter“ zur festen Tradition in der Siegburger Vorweihnachtszeit. Es ist eine kleine Welt für sich, die sich in der Adventszeit auf dem Siegburger Marktplatz unterhalb des Michaelsberges entfaltet und in die die Teilnehmer am 12.12.2017 zurückversetzt wurden. Hier erlebten die Teilnehmer Mittelalter zum Staunen, Anfassen, Riechen, Schmecken und Mitmachen.

Nicht Glühwein- und Imbissbuden stehen hier im Mittelpunkt, sondern altes Handwerk. Stände, die mit Fackeln, Kerzen und Öllämpchen beleuchtet werden, eine total verquere Sprache (10 Silberlinge die Dame), aufregend anzusehendes Klientel in mittelalterlicher Robe und diverse Aufführungen lassen so die längst vergangenen Zeiten wieder aufleben. Spezielle Acessoires schaffen teilweise die Atmosphäre eines gemütlichen Freiluftmuseums. Musici und Gaukler sowie weit gereiste Händler, gekleidet wie die Menschen im späten Mittelalter, stehen hinter den nachgebauten Marktständen, die mit Kerzen und Tannengrün geschmückt sind. Handwerksmeister wie Steinhauer, Schmiede, Töpfer und Korbflechter kann man bei der Arbeit zusehen und Perlenweberin, Filzerin, Seiler, Riemenschneider und Löffelschnitzer lassen längst vergessene oder kaum noch ausgeübte Handwerkskünste wieder aufleben. Wirte versorgen mit dem Besten zum Wohl des Leibes und zum Löschen des Durstes. Das Angebot reicht von Met über Spanferkel bis hin zu Köstlichkeiten aus dem Orient. Überall wird gänzlich auf Elektrizität verzichtet Auch das Brot wird in einem Steinofen mit offenem Feuer gebacken. Und wer nicht „mittalterlich“ speisen möchte, findet genügend Möglichkeiten außerhalb des Marktgeschehens.


Mit einer „Gauklerbegrüßung“ startete das Programm in Siegburg für die Teilnehmer der 50Aktiv-Gruppe. Lupus, der Gaukler, verstand es mit schrägem Humor, Witz und brillanter Darbietung seiner Jonglierkünste alle in seinen Bann zu ziehen. Er begeisterte mit seiner anspruchsvollen Jonglage auf hohem Niveau. Absolutes Highlight war für die Teilnehmer das Jonglieren mit Fackeln (Gaukelei). Die atemberaubenden Kunststücke mit drei, vier und fünf Feuerkeulen, machten ihn als "Lupus den Furchtlosen" bekannt.

Gleich nach der Gauklerbegrüßung stand die einstündige Stadtührung an. Die Entdeckungstour durch die Stadt lässt anschaulich die Entwicklung Siegburgs von einer mittelalterlichen Siedlung hin zu einer modernen Kreisstadt anhand der baulichen Zeugnisse aus 950 Jahren Geschichte nachvollziehen. Auch das Geburtshaus von Siegburgs berühmtestem Sohn, dem Komponisten Engelbert Humperdinck (Komponist der Märchenoper „Hänsel und Gretel“) befindet sich in Siegburg. Da es kalt, aber glücklicherweise trocken war, freuten sich alle nach der unterhaltsamen Stadtführung auf ihr Heissgetränk in einer der Tavernen des Mittelaltermarktes.

Alternativ zum Strom und zum künstlichen Licht tauchen mehr als zehn Dutzend Fackeln, Öllampen, Kerzen und Teelichter die Zeltstadt mit Einbruch der Dunkelheit in mystisches Licht. So entsteht vor allem nach Einbruch der Dämmerung eine stimmungsvolle Atmosphäre, die die Teilnehmer ausnahmslos begeisterte.

Gut gelaunt aber müde ging es am Abend dann nach Hause zurück.


Die Mitglieder des Arbeitskreis 50 Aktiv, die für das neue Jahr wieder Tagesfahrten und andere Angebote planen, wünschen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und Start ins Jahr 2018.

 
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