Nachlese: Unterwegs mit 50Aktiv - Lerne deine Heimat kennen ...

 


Unter diesem Motto lud der Arbeitskreis 50Aktiv der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) am 14. Oktober 2015 ein, Neef kennen zu lernen.

Davor stand aber noch die Besichtigung der Moselstaustufe auf dem Programm, die von Herrn Schreiner vom Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz durchgeführt wurde.


1958 begannen die Bauarbeiten der zehn deutschen Moselschleusen. Gleichzeitig wurde die Fahrrinne für Schiffe mit einem Tiefgang von 2,70 m ausgebaut. Die Staustufe St. Aldegund / Neef wurde von 1962 bis 1963 erstellt und ist seitdem ununterbrochen in Betrieb. Sie hat eine Länge von 175,47 m und eine Breite von 12,00 m. Seit dem 26. Mai 1964 gilt die Mosel als Großschifffahrtsstraße. Stark zugenommen hat hierbei inzwischen die Anzahl an Fahrgastschiffen.

Herr Schreiner informierte sehr anschaulich über die Arbeit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und erklärte bei einem Rundgang das Schleusengelände. Eindrucksvoll war der Abstieg in die tiefe Schleusenkammer und die „Unterquerung“ der Mosel. Erstaunt waren die Teilnehmer auch darüber, dass es „unter der Mosel“ weder eng, noch dunkel oder muffig/stickig war.

Leider konnte kein „echter“ Schleusenvorgang beobachtet werden.

Anschließend ging es direkt weiter mit der Führung durch Neef. Geführt wurden die interessierten Teilnehmer von Franz-Josef Blümling, welcher auch die hochinteressante Seite www.naves-historia.de angelegt hat und betreut. Herr Blümling erwartete die Teilnehmer in einem originalgetreuen Kostüm „früherer Zeiten“.

Der Ort Neef wurde erstmals 1049 urkundlich erwähnt, als "vicus Navis iuxta fluvium Moselanum", als Dorf neben dem Fluss Mosel. Aber nicht erst im Mittelalter begann die Geschichte des Ortes. Bereits etwa 400 v. Chr. hatten die Kelten auf dem Hochkessel einen Ringwall als Befestigung angelegt und auf dem Petersberg war ihre Kultstätte, wo damals wie heute die Toten begraben und die Götter verehrt wurden. Bereits 300 n. Chr. hatte der römische Kaiser Constantin eine Festung auf dem Petersberg bauen lassen. Von den Römern zeugen auch mehrere Funde von Münzen auf dem Petersberg.

Im historischen Ortskern informierte Herr Blümling über die bewegte Geschichte. Besonders interessant ist neben einigen Fachwerkhäusern das Burghaus, eine ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert und Geburtshaus des Trierer Kurfürsten Johann von Metzenhausen, der von 1531-1540 regierte. Trotz moderner Einbauten sind die schönen Fensterfassungen erhalten und geben noch einen Eindruck der früheren Anlage. Insgesamt waren die Teilnehmer sehr überrascht, wie viel Geschichte es in Neef noch zu entdecken gibt…

Zum Abschluss kehrten die Teilnehmer beim Weingut Rüdiger Nelius ein. Hier ließen sich die Teilnehmer bei amüsanten Anekdoten von Herrn Blüming Federweißen und Zwiebelkuchen schmecken und saßen noch in gemütlicher Runde in der „urigen“ Atmosphäre.

Der Arbeitskreis 50Aktiv bedankt sich nochmals recht herzlich bei Herrn Schreiber und Herrn Blümling für die beiden hochinteressanten Führungen.

Als nächstes lädt er dazu ein, am 9. November 2015 mit nach Mainz zum 7. Rheinland-Pfälzischen Seniorenkongress zu fahren.
 
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