Nachlese: Flucht 2.0 - „AN ODYSSEY TO PEACE“ - Eine Ausstellung von Flüchtlingen

 


Am vergangenen Samstag haben 12 Jugendliche das Angebot des Jugendparlaments der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) genutzt und sich die Ausstellung “Flucht 2.0” im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Mainz angeschaut. Rund ein Jahr lang haben 8 Flüchtlinge aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien unter der Leitung einer Kunstdozentin und einer Journalistin an der Ausstellung gearbeitet. Die Ausstellung zeigt in sechs Stationen – Aufbruch, Marsch, Lager, Mittelmeer, Europa, Ankommen – persönliche Fluchterlebnisse. Neben den Geschichten der Flüchtlinge werden beeindruckende und zugleich schockierende Bilder und Handyvideos gezeigt, aus denen deutlich wird, welchen Gefahren sich die Menschen aussetzen um in Frieden und Sicherheit leben zu können. Besonders klar wird auch, welche Bedeutung neue Medien, wie z.B. Facebook und Whatsapp haben und wie wichtig ein funktionierendes Smartphone ist. Diese Dinge sind nämlich der einzige Weg mit der Familie in Kontakt zu bleiben und zu wissen, ob die zurückgelassenen Verwandten überhaupt noch leben. Außerdem besteht die Möglichkeit in einem nachgebauten Flüchtlingsboot Platz zu nehmen. Interviews mit den Flüchtlingen und die Ausstellung persönlicher Dinge, die während der Flucht keinesfalls verloren gehen durften intensivieren die Eindrücke und Gedanken. Am Ende der Ausstellung werden Bilder gezeigt von Dingen und Situationen, die für die jungen Menschen nach ihrer Ankunft etwas Besonderes waren. Überraschend ist es nach dem Besuch der Ausstellung nicht mehr, das es sich hierbei um Bilder von Toiletten, Duschen, blühenden Gärten und nicht zerbombten Straßenzügen handelt.

 
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