Neujahrsgrußwort des Bürgermeisters

 


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

jeder von uns verbindet mit dem Jahr 2018 seine persönlichen Erlebnisse  und Ereignisse, jeder hat es auf seine Art und Weise gelebt und kann nun zum Jahresende auf das vergangene zurückblicken.

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie das Jahr 2018 vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren lassen? Wahrscheinlich ein Reigen aus – hoffentlich vielen – fröhlichen und wohl auch leidvollen Ereignissen aus Privatem und Öffentlichem. Das reicht von der Geburt eines Kindes im Familienkreis bis zum Abschied von einem geliebten Menschen.

Vielleicht kommt Ihnen der wenig weltmeisterliche Auftritt unserer Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland in den Sinn. Um Klassen besser war da Angelique Kerber, die als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf in Wimbledon den Titel holte. Und sicherlich treibt Ihnen das Stichwort „Hitze-Sommer“ noch einmal Schweißperlen auf die Stirn.

Mir ist bei der Vorbereitung des Jahresrückblicks in den Sinn gekommen, wie ist nur wieder das Jahr so schnell vorbei gegangen? Geht Ihnen das auch so? Kaum hat man seinen Stift von der rechten Schreibtischseite auf die linke bewegt, schon ist wieder ein Jahr herum.

Wobei das scheinbar viel zu rasante Vergehen der Zeit für die Betroffenen positiv ist. Warum? Weil ganz offensichtlich die Tage, Wochen und Monate dieser Menschen wohlgefüllt waren mit prallem Leben. Schöne Momente und langweilige, Pflichttermine und freudige Anlässe, Überraschendes und verlässlich alljährlich Wiederkehrendes – all das nahm Zeit in Anspruch, ließ keinen Raum für Langeweile. Mag sein, dass es hier und da ein Tick zu viel war und kaum noch Luft zum Durchschnaufen blieb.

Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist – das ist gut so. Wäre ein Jahresablauf nicht furchtbar, hätte man überhaupt keine Termine mehr? Würde man überhaupt nicht erwartet, gebraucht, gefordert? Das geht eine gewisse Zeit lang gut – und nennt sich Erholung oder Urlaub. Aber dann, wenn das immer so weiterginge, ja dann kämen Langeweile, Frust und depressive Gefühle.

Von Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, der politischen Gremien und der Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder unserer 24 Gemeinden haben wir uns sehr bemüht, 2018 bestmögliche Lebensbedingungen in unserer Verbandsgemeinde zu schaffen bzw. weiterhin zu erhalten. Gemeinsam konnten wir einige kleine und große Maßnahmen umsetzen, und werden auch im kommenden Jahr alles dafür tun, damit Sie gut und gerne in der Verbandsgemeinde Zell – sei es im Hunsrück oder an der Mosel - leben.

Mit dem bewährten Instrument der Dorferneuerung sind einige unserer Gemeinden unterwegs, die Funktions-  und  Lebensfähigkeit  des Ortes zu erhalten und langfristig zu verbessern. So haben die Ortsgemeinden Pünderich, Grenderich und Sosberg eine Dorfmoderation durchgeführt. Dabei wurden die Einwohner von Jung bis Alt mit in Gespräche, Diskussionen und Veranstaltungen einbezogen. Es sind viele bleibende Treffen und Veranstaltungen in den Gemeinden für die Einwohner/von den Einwohnern entstanden. Für Ihren Einsatz für Ihre Gemeinde möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Davon lebt jede Gemeinde. Auch Bullay hat in 2018 mit der Dorfmoderation gestartet.

Zudem haben sich zahlreiche kleinere Gemeinden in 2018 für die Umsetzung des „Zukunfts-Check-Dorf“ entschieden. Dieser startet 2019 in Alf, Altlay, Altstrimmig, Briedel, Haserich, Hesweiler, Liesenich, Mittelstrimmig, Moritzheim, Panzweiler, und Sosberg.

Auch hierfür möchte ich Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ermuntern mitzumachen und damit ihr Heimatdorf attraktiver zu gestalten. Den Gemeinderäten und Ihren Ortsbügermeistern möchte ich ganz herzlich für ihr Engagement für „ihre“ Ortsgemeinde danken.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei allen Ehrenamtlichen in unserer Verbandsgemeinde Zell bedanken. Sie sind mit ihrer wertvollen Unterstützung in wirklich allen Bereichen des täglichen Lebens in unseren Ortsgemeinden unersätzlich. Sei es im Sport, im kulturellen Bereich, im caritativen Bereich, im kirchlichen Bereich, in der Jugendarbeit, in der Politik, in der Feuerwehr, in der Umwelthilfe, in der Pflege, in der Nachbarschaftshilfe u.v.m. Ich bin stolz darauf, Bürgermeister in einer Verbandsgemeinde zu sein, in der sich so viele Bürgerinnen und Bürger für ihre Mitmenschen und damit für das Gemeinwohl engagieren.

Der zweite Dankeschön-Tag für Ehrenamtliche war wieder nur ein kleines Dankeschön für ihre wertvolle Arbeit, die unser Leben, das Miteinander um so vieles liebenswerter und leichter macht.

Mein ganz besonderes Dankeschön geht wieder an diejenigen Menschen unter uns, die in den zurückliegenden Weihnachtsfeiertagen oder über den Jahreswechsel für uns alle Dienst hatten und haben. Es ist ein gutes Gefühl, sich auf Ärzte und Pflegekräfte, auf Polizisten oder Feuerwehrleute und auch andere Berufsgruppen, deren Dienst keinen freien Feiertag kennt, verlassen zu können.

In 2018 haben wir gemeinsam auch „hart“ für unsere kleinen Grundschulen vor Ort gekämpft – und wir waren erfolgreich! Die Grundschulen in Pünderich und Alf bleiben erhalten! Zudem bieten beide Grundschulen seit Sommer 2018 - wie bereits an der Grundschule in Mittelstrimmig seit 2017 - ein Nachmittags-Betreuungsangebot mit Mittagessen an.

In Schauren konnten wir das neue Feuerwehrhaus fertig stellen und einweihen und in Zell wurde die Atemschutzwerkstatt der Verbandsgemeinde Zell auf den neuesten Stand gebracht. Beide Projekte wurden durch zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren deutlich in ihren Kosten gesenkt. Danke!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

damit unsere Gesellschaft weiter demokratisch und offen bleibt, müssen wir, die politisch Verantwortlichen, noch stärker als bisher verständlich und transparent handeln, Sorgen unserer Mitbürger ernst nehmen und Probleme angehen. Das gilt für die Regierung in Berlin genauso wie für uns hier auf der Ebene von Verbandsgemeinde und Ortsgemeinden. Und ich wünsche mir, dass das Zusammenleben in unseren Ortsgemeinden, dass unsere Ratssitzungen und Bürgerversammlungen auch im kommenden Jahr von Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt sind.

Die Resultate der guten Zusammenarbeit auf allen politischen Ebenen können sich nach meiner Auffassung wirklich sehen lassen. Auch dies sage ich bewusst und mit Überzeugung für alle staatlichen und kommunalen Ebenen.

Im nächsten Jahr werden wir deshalb die Hände nicht in den Schoß legen. Eine ehrgeizige Projektliste wartet auf alle Verantwortlichen vor Ort. Auf der Liste ganz oben stehen für die Verbandsgemeinde Zell der weitere Ausbau der Breitbandversorgung, die Erweiterung der Grundschule in Bullay, die Schaffung weiterer Kindertagesstättenplätze oder der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Tellig. Daneben planen wir eine neue Kläranlage in Grenderich, werden die Entwässerungssituation des Zeller Barls spürbar verbessern und mit der Modernisierung der Kläranlage Zell-Bullay-Alf starten. Auch laufen die Planungen für die Sanierung des Erlebnisbades sowie den Neubau des Verwaltungsgebäudes. Aber dies ist insgesamt nur ein kleiner Auszug aus der ToDo-Liste der Verbandsgemeinde Zell. Selbstredend haben sich auch unsere Ortsgemeinden und die Stadt Zell (Mosel) einiges für das kommende Jahr vorgenommen und werden dabei durch die Verbandsgemeindeverwaltung unterstützt.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der deutsch-amerikanische Physiker Albert Einstein (1879 bis 1955) hat gesagt: „Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

In diesem Sinne, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hoffe ich, dass Sie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Für das neue Jahr 2019 wünsche ich Ihnen alles Gute. Möge es so verlaufen, wie Sie sich das erhoffen. Ich freue mich auf viele nette Begegnungen und interessante Gespräche.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister Karl Heinz Simon


 
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