Nachlese: Unterwegs mit 50Aktiv - 7. rheinland-pfälzische Seniorenkongress präsentierte zukunftsweisende Projekte für „Gut leben im Alter“

 


Mehr als 1.500 interessierte Seniorinnen und Senioren, aber auch hauptamtliche und ehrenamtliche Fachkräfte der Seniorenarbeit aus dem ganzen Land waren in die Landeshauptstadt gekommen, um beim 7. Rheinland-Pfälzischen Seniorenkongress dabei zu sein. Auch aus der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) hatte sich eine Gruppe Senioren mit 50Aktiv auf den Weg nach Mainz gemacht um an dem Kongress teilzunehmen. Dieser beschäftigte sich mit der Frage, wie es gelingen kann, im Alter gut vernetzt und gut versorgt zuhause in der vertrauten Umgebung (weiter) leben zu können. Hierzu kamen Verantwortliche aus Politik, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Ehrenamt zusammen. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits einige Ideen und Konzepte, die – gerade in ländlichen Gemeinden - zu Erfolgsrezepten geworden sind, erläuterte Ministerpräsidentin Dreyer in Ihrer Begrüßung. Ob Seniorenbeiräte oder –beauftragte,  Bürgerbusse, Tante-Emma-Läden als Dorfmittelpunkt, lokale Netzwerke mit erweiterter Nachbarschaftshilfe, Begegnungscafes, Bewegungsangebote in der Gemeinschaft, Kümmerer im Tandem mit einem Ansprechpartner in der Verwaltung oder neuerdings die Gemeindeschwester Plus in einigen Modellregionen. Vieles, was hilft ein Angebot in der Gemeinde gerade für die ältere Generationen mit ihren Bedürfnissen vorzuhalten, ist auf den Weg gebracht worden. Wichtig ist auch der Informationsaustausch und die Vernetzung untereinander, so könne oft durch gute Tipps eine Umsetzung von neuen Projekte schneller erfolgen - so die Ministerpräsidentin.

In der Diskussionsrunde sprach sie unter anderem die Chancen der Digitalisierung an, die mit dem Ausbau des schnellen Internets bis 2018 auch deutliche Erleichterungen in Haus und neue Kommunikationswege mit sich bringen können. „Keiner soll durch neue Technik abgehängt werden, auch Ältere können heute selbstverständlich mit Computer, Smartphone und Internet umgehen, betonte ebenfalls Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Dabei müssen gute Ideen nicht immer viel Geld kosten, viele vorhandene Potentiale müssen nur entdeckt und weiterentwickelt werden, fasste der Vorsitzende der Landesseniorenvertretung und ehemalige Mainzer Oberbürgermeister Herman-Hartmut Weyel die Einschätzung der Experten in einer Podiumsrunde zusammen.

Während der Mittagspause wurde die informative Fachmesse, der „Markt der Möglichkeiten“, besucht. Hier fand ein reger Austausch mit Vertretern von Verbänden und Initiativen statt.

Nach der Mittagspause stellten sich in vier Workshops beispielhafte Projekte und Maßnahmen vor. Im Workshop 1: „Lokale Unterstützungsstrukturen für Gemeinschaft und Engagement“ lernten die Besucher die Initiative „Gemeinsam älter werden – zu Hause“ mit dem Netzwerk „Seniorenbeauftragte im Landkreis Germersheim“, die Ehrenamtagentur Bernkastel-Wittlich, das Mehrgenerationenhaus Kaiserslautern sowie das Projekt „Schwerpunktzentren Ludwigshafen“ näher kennen.

Workshop 2: „Sorge und Mitverantwortung durch entlastende soziale Netzwerke“ – beinhaltete die „Taschengeldbörse Speyer“, das Netzwerk Höhr-Grenzhausen, die Initiative Bürger für Bürger e.V. Daun und das Handout der „Integrationskümmerin der AktivRegion Rhein-Wied“.

Um: „Gemeinsam statt einsam – Engagement und Freizeit mitgestalten“ ging es in Workshop 3. Hier gab es Beiträge des Projektes „Mitte(n) im Garten“ der Gemeinde Lötzbeuren, des „Demenznetzwerkes mit Museen“, des Projektes „Ich bewege mich – mir geht es gut“ sowie „Lernen in Tandems“.

Bei Workshop 4: „Gesundheit vor Ort gestalten“ wurde das „Mannebacher Mobilitätsmodell – Dorfgesundheitshütte – der Weg zu einer aktiven intelligenten Kommune vorgestellt. Außerdem das Modellangebot „Gemeindeschwester plus“, die „Zahnärztliche Versorgung im Alter und in Einrichtungen“ sowie „die gute Überleitung nach einem Krankenhausaufenthalt – Patientenorientiertes Case-Management im Eifelkreis“.

Den Abschluss des Tages bildete das 60-er Jahre Kabarett „Wir sind so frei“ - ein frecher Rückblick auf die bewegten 60er Jahre - mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck.

Alle Teilnehmer der Fahrt waren sich einig, dass es sich um eine sehr gelungene und informative Veranstaltung der Landesregierung handelte.


 
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