Nachlese: Kunst der Obstveredelung - Ohne Edelreiser geht gar nichts

 


Aufmerksame Zuhörer hatte Günter Pauly aus Zell-Merl an zwei Samstagen bei dem Angebot „Mein eigener Obstgarten - Tolles Obst und edle Blüten“, einem gemeinsamen Angebot mit 50Aktiv.

Obstbäume werden schon seit etwa 3.000 Jahren veredelt. Wenn ein Obstbaum veredelt werden soll, hat das meistens den Grund, weil er vermehrt werden soll. Dies geht nicht immer über Samen oder Stecklinge und wenn, so dauert es recht lange. Das Veredeln von "Wildlingen" (Unterlagen) mit kurzen, einjährigen Triebstücken (Edelreisern) des gewünschten Mutterbaumes ist deshalb die Methode der Wahl. Da für jede Obstart verschiedene wuchsstarke Unterlagen zur Verfügung stehen, ist ein weiterer Vorteil des Veredelns die Möglichkeit zur Auswahl einer standortgemässen Unterlage. Die Kombination aus Unterlage und Sorte ist entscheidend für spätere Grösse, Ertrag, Alter und Krankheitsanfälligkeit des Baumes.


Drei Möglichkeiten der Obstbaumveredelung (Veredlung mittels pfropfen, kopulieren oder okulieren) zeigte Herr Pauly an praktischen Beispielen. Man benötigt eine Unterlage und ein „Edelreis“, allerdings von gleicher Pflanzenart. Ein Apfelbaum wird nicht auf einer Pflaumenunterlage wachsen. Dies erklärte Herr Pauly zunächst in der Theorie – und zeigte es anschließend in der Praxis.

Auch wurden unter anderem die Themen „Baumkronenerziehung“ und „Sommerschnitt“ erklärt.

Zum Schluss gingen die Teilnehmer mit einigem an Informationsmaterial und vielen guten Tipps motiviert nach Hause. Sie waren sich alle einig, dass das Ziehen von Obstbäumen keine Hexerei ist.


Nochmals vielen Dank an  Herrn Pauly für das informative und interessante Angebot, welches eine Wiederholung bzw. Fortsetzung finden wird.

 
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